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Neue Unterkunft in Güstrow oder Bad Doberan : Intensive Suche nach Asylbewerberheim

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Die neue Gemeinschaftsunterkunft solle Platz für 80 bis 90 Personen bieten, informiert Boldt. "Das Heim soll in Güstrow oder Bad Doberan entstehen. Das wird sich innerhalb der nächsten 14 Tage entscheiden.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 06:56 Uhr

Güstrow | Der Landkreis Rostock ist weiterhin intensiv auf der Suche nach einer neuen zentralen Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber. Das kürzlich in Güstrow eröffnete Asylbewerberheim mit 124 Plätzen sowie die zwei Heime in Bad Doberan würden mittelfristig nicht ausreichen, um die vermehrte Zuweisung von Flüchtlingen durch das Land bewältigen zu können, so Rainer Boldt, 2. stellvertretender Landrat.

Die neue Gemeinschaftsunterkunft solle Platz für 80 bis 90 Personen bieten, informiert Boldt. "Das Heim soll in Güstrow oder Bad Doberan entstehen. Das wird sich innerhalb der nächsten 14 Tage entscheiden. Wir sind in Verhandlungen", sagt er.

Unterdessen habe sich der Landkreis allerdings durch die verstärkte dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern etwas Lust verschafft, sagt der 2. stellvertretende Landrat. "Die Kooperation mit den Städten und Gemeinden sowie den Wohnungsgesellschaften zur dezentralen Unterbringung der Asylbewerber läuft sehr gut." Immer mehr Flüchtlinge würden derzeit in einzelnen Wohnungen im gesamten Landkreis untergebracht. Mittlerweile handele es sich um ca. 200 Personen.

Das Land hatte Anfang des Jahres mitgeteilt, dass der Landkreis mit höheren Zuteilungsraten von Asylbewerbern zu rechnen habe als zuvor angekündigt. Hintergrund ist die allgemein steigende Anzahl von Asylbewerbern in Deutschland, weshalb auch der Landkreis Rostock verpflichtet ist, weitere Kapazitäten für die zentrale Unterbringung von Asylbewerbern vorzuhalten und neu zu schaffen. Asylbewerber dürfen dabei nur in Orten untergebracht werden - ob zentral oder dezentral -, die über ein Minimum an Infrastruktur verfügen. Laut Boldt kommen dafür im Altkreis Güstrow vor allem die Städte Güstrow, Bützow, Laage, Krakow am See, Teterow und Gnoien in Frage.

Im neuen Asylbewerberheim im Güstrower Waldweg gibt es unterdessen immer neue Zuzüge. "Allerdings ist das Heim noch nicht voll", sagt Rainer Boldt.

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