Abschluss Interkulturelle Woche : Integration im kleinen Kreis

Sie bastelten gemeinsam: Anastasia Kondraschov, Vahe Saidova, Wlada Ziankova, Lili Oganjan und David Oganjan (v.l.).
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Sie bastelten gemeinsam: Anastasia Kondraschov, Vahe Saidova, Wlada Ziankova, Lili Oganjan und David Oganjan (v.l.).

Engagiert wollte der Landessportbund in enger Zusammenarbeit mit der Villa Kunterbündnis in Güstrow den Schlusspunkt der Interkulturellen Woche mit einem bunten Fest mit Sport und Spiel setzen.

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30. September 2013, 11:01 Uhr

Güstrow | Engagiert wollte der Landessportbund in enger Zusammenarbeit mit der Villa Kunterbündnis in Güstrow den Schlusspunkt der Interkulturellen Woche mit einem bunten Fest mit Sport und Spiel setzen. Allerdings lockte das Ereignis nur wenige am Sonnabendnachmittag in die Sporthalle des John-Brinckman-Gymnasiums.

"Das Programm läuft seit 20 Jahren. Schade, dass heute nur so wenige gekommen sind", sagte Gundula Horn gleich zu Beginn der Veranstaltung. Intergration das bedeute sich zugehörig fühlen. Der Sport biete gute Ansatzpunkte dies zu erreichen, erklärt die Landeskoordinatorin des Bundesprogramms "Intergration durch Sport". Neben dem Völkerball sollten kleine Spiele für gute Stimmung sorgen. "Ich bin überzeugt, dass diese Basisarbeit, auch wenn sie heute nicht den Zuspruch findet, sehr wichtig ist", betonte Andreas Brunotte. Insgesamt seien 27 Veranstaltungen in der Interkulturellen Woche bemerkenswert, unterstreicht Güstrows stellvertretender Bürgermeister. Auf ganz unterschiedlichen Ebenen seien Menschen angesprochen worden, selbst dazu beizutragen, dass Menschen, die nach Deutschland kommen, das Leben und eine Eingliederung erleichtert werde. Brunotte denkt, dass es des sprichwörtlichen steten Tropfens bedarf. Insbesondere angesichts von NPD-Plakaten, die man erdulden müsse, dem Wissen um die Ressentiments in der Bevölkerung, den Diskussionen um die Unterbringung von Asylbewerbern in Güstrow sei es die Teilnahme am Abschlussfest schon ein Bekenntnis zur Integration. Brunotte: "Ich bin froh, dass wir Menschen eine neue Heimat hier bieten können."

Karen Larisch von der Villa Kunterbündnis ist die geringe Resonanz ein Zeichen für "einen erheblichen Nachholebedarf in der Willkommenskultur". Aber sie sei nicht enttäuscht. "Wir fangen erst wieder an in Güstrow mit Zugewanderten zu leben", denkt Larisch. Auch Sascha Zimmermann, der sich beim Völkerball zusammen mit den Stadtvertretern Uwe Burckhardt, Juliane Schmiel und Steffen Geufke wacker schlug, bedauerte, dass man immer die Gleichen treffe. "Die, die diese Veranstaltung ignorieren, sind aber nicht gegen Intergration. Das wäre zu kurz gedacht", meint Zimmermann.

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