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Landkreis Rostock : Integration: Arbeit beginnt erst richtig

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Landrat Sebastian Constien kündigt Integrationskonzept für Flüchtlinge an.

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Der Zustrom von Flüchtlingen sei mittlerweile im Landkreis Rostock in geordnete Bahnen gelenkt worden. Das erklärte Landrat Sebastian Constien (SPD) im Verwaltungsbericht auf der Kreistagssitzung am Mittwochabend in Bad Doberan. Die Kreisverwaltung mit ihrer Ausländerbehörde sowie der Fachdienst Integration und Unterbringung hätten in den vergangenen zwei Jahren dazu maßgeblich beigetragen. Und dennoch: Die wahren Aufgaben beginnen für den Landkreis nun erst. Constien kündigte ein Integrationskonzept an.

„Ich habe bereits öfter gesagt, dass die Aufnahme der Flüchtlinge nur ein Teil der vor uns liegenden Aufgabe sein kann“, so Constien. Die eigentliche Aufgabe der Integration beginne nun erst mit der Aufgabe der Normalisierung der Betreuungssituation. Der Kreis orientiere sich bei seiner Arbeit an den Integrationsleitlinien des Landes. Zudem sei der Kreis, insbesondere in Sachen Sprache und Arbeit/Ausbildung mit vielen Kooperationspartnern stark vernetzt.

„Sprache und Arbeit sind jedoch nicht alles, was bei der Integration zählt. Es geht auch um Zwischenmenschliches und vielseitige Unterstützung“, sagt Constien. Und genau dafür beschäftigt der Landkreis fünf Integrationslotsen. Sie betreuen insbesondere dezentral untergebracht Flüchtlinge, die inzwischen ihren Anspruch auf Sozialbetreuung vom Land verloren haben. Sie vermitteln auch bei der Wohnungssuche, die laut Constien noch immer nicht problemlos ablaufe. Außerdem helfen sie beim Weg in ein Arbeitsverhältnis.


Fünf Schwerpunkte für neues Konzept


Trotz vieler Erfolge müsse die Arbeit jetzt weitergehen. Es sei an der Zeit, die bewährte Arbeitsweise mit einem Integrationskonzept stärker umzusetzen, betonte der Landrat. Ein solches Konzept solle die Grundlage für die Migrations- und Integrationsarbeit werden. Als erster Schritt soll nun die Ist-Situation analysiert werden. Fest steht aber bereits, dass fünf Handlungsfelder einen Schwerpunkt im Konzept einnehmen werden: Sprache, Unterbringung/Betreuung, Ausbildung/Beschäftigung, Bildung (Kita/Schule) und gesellschaftliche Teilhabe (Freizeit, Ehrenamt, Sport, Kultur). „Diese fünf Bereiche werden die zukünftige Integrationsarbeit im Landkreis prägen“, erklärte Constien. „Insofern ist es nahe liegend, im Rahmen der Konzeptentwicklung fünf entsprechende Arbeitsgruppen zu bilden.“ Diese sollen sich aus Experten aus Haupt- und Ehrenamt zusammensetzen.

Um die konzeptionelle Arbeit zu strukturieren, wird Anja Kerl in der Kreisverwaltung eine Steuerungsgruppe leiten. Anfang 2018 soll die Arbeit mit einem „Integrationsgipfel“ beginnen. „Ein Jahr später soll das fertige Integrationskonzept des Landkreises stehen“, gibt Sebastian Constien die Marschroute vor.


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