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Güstrower Anzeiger

24. Oktober 2017 | 02:40 Uhr

LWG : Instandhaltung in großem Stil

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Laager Wohnungsgesellschaft konzentriert sich 2017 auf Erneuerung von Ver- und Entsorgungsleitungen in den Wohnblöcken.

von
erstellt am 28.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Umfangreiche Instandhaltungsarbeiten hat die Laager Wohnungsgesellschaft (LWG) für dieses Jahr geplant. Vor allem Ver- und Entsorgungsleitungen in den Mehrfamilienhäusern sollen erneuert werden, informiert LWG-Geschäftsführerin Monika Gräning.

Monika Gräning
Monika Gräning Foto: Ralf Badenschier

20 Jahre und mehr sei es her, dass saniert wurde. Die in den Wohnblöcken aus DDR-Zeiten typischen Versorgungsschächte bergen etliche Leitungen. Immer wieder käme es zu Problemen, so dass man vorsorglich die Leitungen erneuern wolle. „Wir müssen nicht warten, bis sie ganz kaputt gehen“, stellt Gräning fest. Je Wohnung müssten 3500 bis 4000 Euro eingeplant werden. „Es ist eine reine Instandhaltung und zieht keine Mieterhöhung nach sich“, betont die LWG-Geschäftsführerin. Rund 770 000 Euro müssten laut Plan dafür aufgewendet werden. Man könne noch darauf hoffen, dass bei den Ausschreibungen „auskömmliche Preise“ herauskommen, habe aber im Wirtschaftsplan 2017 Verluste von 275 000 Euro eingestellt. „Wir haben keine Alternative dazu“, stellt die LWG-Geschäftsführerin fest. Beginnen wolle man mit den Instandhaltungsarbeiten in Kronskamp. Insgesamt hatte die Gesellschafterversammlung der LWG noch vor Jahresfrist den Wirtschaftsplan 2017 mit Erträgen und Aufwendungen von rund 2,55 Millionen Euro und dem Verlustplan bestätigt.

Ein erster Überblick sehe den Abschluss des Jahres 2016 mit einem Überschuss von rund 140 000 Euro. Das sei weniger als geplant und mit Mehrausgaben für Instandhaltungsmaßnahmen schon im vergangenen Jahr zu erklären, so Gräning. Dennoch bezeichnet sie die Liquidität des Unternehmens als zufriedenstellend. „Wir haben 2016 keine Kredite aufgenommen, sondern alles aus Eigenmitteln bestritten“, betont die Geschäftsführerin und nennt u.a. die Umbauarbeiten in den Breesener Straße 1 (ehemaliges Landambulatorium). Hier waren die einst von der Bibliothek genutzten Räume umgestaltet worden. So konnte sich die Physiotherapie-Praxis, die sich seit langem in der Breesener Straße 1 befindet, erweitern.

Hoher Leerstand in Außenbezirken


13 Prozent der 643 Wohnungen der Laager Wohnungsgesellschaft standen mit Stichtag 30. November 2016 leer. Das sei ein deutlicher Rückgang, waren es doch Anfang des vergangenen Jahres noch 16 Prozent. „Der Leerstand bewegt sich seit Jahren auf diesem Niveau“, sagt Gräning. Wirtschaftlich käme man mit diesem Umstand zurecht. Problematisch sei die Vermietung in Kronskamp, in Liessow, Kritzkow und Weitendorf. In Laage selbst verzeichne man einen moderaten Leerstand von rund vier Prozent.

Ein eventueller Einbau von Fahrstühlen in Wohnblöcken in der Rudolf-Harbig-Straße – in den vergangenen Jahren diskutiert – sieht Gräning vom Tisch, nicht aber eine Bebauung am Fischteich, ebenfalls seit Jahren im Gespräch. Hier geht es in diesem Jahr um die Planung. „Wir arbeiten zusammen mit der Stadt an einem Bebauungsplan und sind sehr darauf bedacht auch alles zu bedenken“, betont Gräning. Deshalb nehme man sich Zeit dafür. Erste Planentwürfe würden vorliegen. Denkbar sei, dass Gebäude an der Fischteichallee höher, dahinter liegende Häuser niedriger ausfallen. Auch eine gründliche Bedarfsanlyse sei vorher notwendig. „Die Bebauung muss sich aus der Miete refinanzieren“, erklärt Gräning.

 

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