Neue AUSSTELLUNG : Inspiriert von alten Mythen

Fahnenwagen, bronze
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Fahnenwagen, bronze

Berliner Bildhauer Michael Jastram stellt ab Freitag in Güstrower Wollhalle aus / Vernissage beginnt um 18 Uhr

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16. Juli 2014, 06:00 Uhr

Vor kurzem ging in der Städtischen Galerie Wollhalle in Güstrow die große Ausstellung „Kunst und Umwelt“ mit der Verleihung des Ökologiepreises zu Ende. Jetzt folgt gleich die nächste große Schau: Am Freitag wird in der Wollhalle um 18 Uhr die Ausstellung „Michael Jastram – Skulpturen und Zeichnungen“ eröffnet. Bis zum 7. September zeigt der Berliner Bildhauer seine Werke in der Barlachstadt.

Die Skulpturen von Michael Jastram erinnern nicht von ungefähr an den Ursprung der Menschheit; in ihrer statuarischen Strenge an frühe, längst versunkene Kulturen. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die grünliche Patina der Skulpturen, die sie wie aus einer anderen, weit zurückliegenden Zeit erscheinen lassen.

Studienreisen, die Michael Jastram nach Japan, Griechenland, Skandinavien, Schottland oder nach Amerika führten, vermittelten ihm entscheidende Rezeptionsanstöße. Der Künstler fühlt sich ganz offensichtlich von den Mythen und Geschichten dieser Länder und ihren steinernen Zeugnissen angezogen. Sie regten den Bildhauer immer wieder zu verschiedenartigen symbolhaften Interpretationen an.

Die bronzenen Skulpturen von Michael Jastram, die eine Aura des Rätselhaften und Kultischen umgibt, sind Ausdruck für die Suche des Menschen nach dem Sinn des Lebens und der Sehnsucht des Menschen nach Nähe und Geborgenheit. Sie weisen zugleich auf die Gefährdung des Einzelnen und seiner zunehmenden seelischen Vereinsamung in der Gesellschaft hin.

Die Zeichenkunst Jastrams ist an sein bildhauerisches Werk gebunden. Die Zeichnung geht dem Entstehen der Plastik voraus. In ihr werden Sujet und kompositorische Anlage des Werkes geklärt. Auch in der Zeichnung bewahrt sich Jastram ein sicheres Gespür für plastische Bewegung. Sie dürfen zurecht als eigenständige Kunstwerke in seinem Gesamtschaffen angesehen werden.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag um 18 Uhr spricht Dr. Petra Lange (Berlin). Die Galerie Wollhalle in Güstrow ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.


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