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Tag der Arbeit : Innere Uhr treibt sie auf den Markt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gestern Mai-Kundgebung des DGB in Güstrow

von
erstellt am 01.Mai.2015 | 16:25 Uhr

Es waren vielleicht um die 200 Menschen, die der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gestern zur Mai-Kundgebung auf den Güstrower Markt lockte. SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen waren mit Ständen ebenfalls vertreten.

„Ich empfinde es als innere Verpflichtung am 1. Mai auf dem Markt zu sein. Ich stehe hier, auch wenn ich der einzige wäre“, sagt Horst Mauck, Lüssow, der seit der Wende hauptamtlich und nebenamtlich als Gewerkschafter tätig war. „Es werden immer weniger und es sind immer die Gleichen“, stellt Siegfried Karnatz aus Güstrow, Gewerkschaftsmitglied seit 1949, fest. Kundgebungen am 1. Mai würden wohl nur noch in großen Städten funktionieren, denken die beiden Veteranen und loben das „ehrliche Bemühen darum, die Erinnerung an den Sinn des 1. Mais als Tag der Arbeit wachzuhalten“.

Gleich neben der Bühne hatte sich das Aktionsnetzwerk Demokratie postiert. Karen Larisch bat um Teilnahme an der Aktion „Demokratietapete“. Diese sollen Bürger mit ihren Meinungen zu Problemen des Alltags gestalten. Gestern ging es um das Thema Arbeit, um Schulabschlüsse, deren Anerkennung ,die Generation Praktikant usw. Bürger sollten ihre Meinung dazu aufschreiben. Bis zum 3. Oktober folgen weitere Aktionen: 5. Mai: Protesttag zur Anerkennung von Menschen mit Behinderung, 15. Mai: Familien in Güstrow. Im Sommer sollen Frauen und Flüchtlinge in den Fokus gerückt werden, informiert die Sprecherin des Demokratiebündnisses. Auch Musikveranstaltungen und eine Lesung seien geplant. „Am 3. Oktober übergeben wir die Demokratietapete an den Bürgermeister“, kündigt Larisch an. Die Aktion soll Menschen auffordern, ihre Meinung zu sagen. „Es wird beklagt, dass Politiker heute nicht mehr zuhören. Wir hören zu“, betont Larisch, die selbst für Die Linke in der Güstrower Stadtvertretung und im Kreistag sitzt.

 

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