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SVZ-Wochenend-Interview : „In Stadt steckt viel mehr Leben“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Isabell Kitta: Die Güstrower Lehrerin engagiert sich seit Jahren im Güstrower Carneval Club.

Die Güstrower Lehrerin Isabell Kitta, geborene Peters, ist immer dabei, wenn der Güstrower Carneval Club (GCC) auftritt. 1964 kam sie in Güstrow als älteste von zwei Schwestern zur Welt. Sie studierte am Institut für Lehrerbildung Schwerin und startete danach als Grundschullehrerin an der alten Kerstingschule. Seit 2004 unterrichtet Isabell Kitta an der „Schule am Inselsee“. Bis auf ihre Studienzeit hat sie immer in Güstrow gelebt, sie ist seit vergangenem Sommer verheiratet und hat eine Tochter. Ihre Freizeit gehört seit Juni 1989 dem Güstrower Carneval Club oder dem Segeln oder ihrem Garten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In meinem Garten oder auf unserem Boot auf dem Wasser. Wichtig sind die Ruhe in der Natur und die Stille.


Wenn Sie morgen Bürgermeister(in) wären, was würden Sie in Ihrem Wohnort als erstes ändern?
Ich glaube, dass in unserer Stadt viel mehr Leben steckt als wir glauben. Dazu müssten wir aber mehr mit und für die Bürger arbeiten. Ich finde betriebswirtschaftliche Belange (die durchaus beachtet werden müssen) stehen zu sehr im Vordergrund und die Belange der Bürger zu sehr im Hintergrund.


Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Noch in der „Schule am Inselsee“ oder beim GCC 89.


Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Wenn man mal vom Papier- und Flaschensammeln in der Grundschule absieht, dann beim Blumenkohlernten in der LPG „Florian Geyer“.


Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Kinkerlitzchen, die junge Mädchen erfreuen. Ich glaube das meiste habe ich gespart.


Was würden Sie gerne können?
Saxophon spielen.


Was stört Sie an anderen?
Neid, Missgunst, Hinterhältigkeit, Unehrlichkeit. Ich mag es, wenn Probleme ehrlich und geradeheraus angesprochen werden.


Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Sicherlich über eine lustige Begebenheit, die sich so im Alltag ungeplant ergibt.


Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Mit Sicherheit eine ungeliebte Schreibtischarbeit auf den nächsten Stapel geschoben. Arbeit am Schreibtisch ist nicht so meins.


Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Als gelernter DDR-Bürger hab ich mit dem Wort „Held“ so meine Probleme. Ich verbinde damit eher beachtenswerte Leistungen. Dazu gehören für mich aus persönlicher Erfahrung die Pflegerinnen und Pfleger in den Altenheimen und im Betreuten Wohnen. Was diese Frauen und Männer da tagtäglich rund um die Uhr leisten, damit Pflegebedürftige gut versorgt sind – meine Hochachtung!


Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese immer mehrere gleichzeitig. Da kann ich mich nach Stimmungslage in verschiedene Ecken zurückziehen und weiterlesen. Von Unterhaltungslektüre über Historie bis Psychologie ist da alles dabei. Bücher gehören zu meinen besten Freunden.


Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Sonntagabend „Tatort“ und ich glaube es gibt keinen Kommissar, den ich nicht kenne.


Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
In der Reihenfolge! Der Karneval hat natürlich Priorität, aber ich wurde auch schon im Ostseestadion gesehen. Und bei EM und WM gehört „die Macht“ vom Fernseher mir.


Wen würden Sie gerne mal treffen?
Die Frage finde ich schwer. Es gibt so viele interessante Menschen. Wenn man die Augen und Ohren aufmacht und zuhören kann, begegnen einem öfter Menschen mit spannenden Lebensgeschichten.


Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Mein Mann und ich kochen sehr gerne, oft auch gemeinsam. Da ist alles dabei, Hauptsache lecker und gesund.


Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Als Musiklehrerin fällt mir die Antwort schwer, denn Musik verbinde ich oft mit Musikerlebnissen und da sind meine Erinnerungen, quer durch alle Genre, sehr umfangreich.


An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Meine Großmutti war sehr handarbeitsbegabt. In ihrem letzten Lebensjahr schenkte sie mir eine Leinenbluse mit Lochstickerei, die ich noch heute habe und trage.
 

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Meine Träume beziehen sich auf Reiseziele und die Welt ist groß und bunt. Dazu gehören u.a. ein paar Ecken, die ich gerne mit dem Segelboot erkunden würde.
 

Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner(in)?
Ich denke ich werde lediglich die Prioritäten im Leben verschieben. Dinge die heute im Vordergrund stehen, werden dann eher Nebensache, während ich mich einigen Dingen, für die jetzt weniger Zeit ist, primär widmen werde. Ich glaube, dass man sich als Mensch im Rentenalter ja nicht ändert, nur seine Ziele anders steckt. Und deswegen vermute ich, dass ich ganz ohne gesellschaftliche Aktivität auch nicht leben kann.


Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Der Schulsozialarbeiterin Ines Lüders. Wir arbeiten schon viele Jahre sehr eng zusammen. Als Sozialarbeiterin ist sie die gute Seele des Hauses, sowohl für Schüler als auch für Kollegen.

 

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