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Güstrow : In Sporthalle Hamburger Straße gehen Lichter aus

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

In der Hamburger Straße in Güstrow schließen zum Schuljahresende eine Sporthalle und die Hasenwaldschule. Ein Einschnitt in der Weststadt. Trotzdem hat das Gebiet Entwicklungspotenzial, u.a. für Eigenheime. Auch an der Ex-Berufsschule soll sich was tun.

svz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 06:00 Uhr

In der Sporthalle Hamburger Straße in Güstrow gehen zum 31. Juli die Lichter aus. Das will die Stadtvertretung Güstrow auf ihrer Sitzung am 15. Mai beschließen. Auf Wunsch der Hasenwaldschule ist der Termin auf den 31. Juli verlegt worden, vorgesehen war der 30. Juni. Um einen Abriss geht es noch nicht. Die Sporthalle wird vor allem dicht gemacht, weil die angrenzende Hasenwaldschule zum Schuljahresende in das Gebäude der Wossidloschule umzieht. Außerdem ist die Halle marode. Gisela Karmann, Stadt-Sozialamtsleiterin: „Die Halle wurde nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung betrieben, weil die Duschen defekt sind und es auch kein Warmwasser gibt.“ Außerdem würden die Jahreskosten 50 000 Euro betragen. Für die Stadt nicht mehr zu verantworten, so Karmann. Eine immer wieder angeschobene Diskussion, die Halle zu sanieren, scheiterte an den Kosten. Die werden auf rund zwei Millionen Euro geschätzt. Da die Grundschule aber in der Sporthalle der Wossidloschule versorgt werde und auch allen Vereinen Hallenzeiten in anderen Hallen angeboten worden seien, gebe es durch die Schließung keine Probleme, außer, dass nicht alle Wunschzeiten für das Training erfüllt werden können, erklärt Gisela Karmann. Abgefangen werden die fehlenden Zeiten der Halle durch die neuen bzw. sanierten Sporthallen im Tolstoiweg und in der Kerstingschule.

Auch wenn die Schließung der Sporthalle und der Schule ein Verlust für die Weststadt sind, bietet die Hamburger Straße Potenzial für die Entwicklung des Gebietes. So hat die Stadt auf ihren Flächen, wo das ehemalige Lehrlingswohnheim stand, sieben Interessenten für Eigenheime gefunden. Vier sind fertig, eins ist im Bau und daneben ist die nächste Baugrube ausgehoben. Ganz füllen wird sich das Areal, wenn das Ex-Polytechnikzentrum der Berufsschule abgerissen ist. „Das wird aber erst nach 2015 geschehen. Im jetzigen Doppelhaushalt sind dafür keine Gelder eingestellt“, sagt Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes. Übrigens weist sie darauf hin, dass die Schule noch nicht ganz verwaisen wird. Sollte die Kita Bärenhaus saniert werden, könnte der Hort der Schule für ein Jahr als Ausweichobjekt genutzt werden. Weber: „Es gibt aber noch keine Vereinbarungen mit dem DRK als Kita-Träger.“

Für die leere Ex-Berufsschule gibt es auch Hoffnung. Der Schandfleck ist verkauft. „Wir sind mit dem Eigentümer im Gespräch“, sagt Weber. Eine Planungsgesellschaft will das Gebäude zum Teil abreißen, aber auch eventuell nachnutzen, hat SVZ erfahren.

Für Amtsleiterin Jane Weber steht fest, dass das Gebiet entwickelt werden kann. „Aber eins nach dem anderen“, betont sie. Es werde dauern. Wichtig sei, dass man im Gespräch ist. „Der Anfang ist jedenfalls gemacht“, betont sie.

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