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2. Blutspendemarathon : In sechs Stunden fast 75 Liter Blut

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

149 Spendenwillige kamen zum 2. Blutspendemarathon des DRK-Kreisverbandes Güstrow

149 Menschen spendeten am Sonnabend beim 2. Blutspendemarathon des DRK-Kreisverbandes Güstrow je einen halben Liter des lebenserhaltenden Saftes. Das waren zwar 41 weniger als zur Premiere im vergangenen Jahr, aber Silke Hufen vom Blutspendeinstitut Rostock war dennoch zufrieden. „Wir hatten aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres gelernt und zwei komplette Abnahme-Teams nach Güstrow geschickt. Dadurch gab es nur kurze Wartezeiten“, erklärte sie. Hinzu kam eine reibungslose Organisation des Tages, für den die Mitarbeiter des Kreisverbandes sorgten.

Sechs Stunden steppte der Bär auf dem Gelände der Güstrower Viehhalle. Es trat eine Trommlergruppe auf, tanzte die Fabi-Kindergruppe, begeisterte ein Team des DRK-Kinder- und Jugendhauses mit akrobatischen Vorführungen und trat die Schalmeiengruppe Teterow auf. Die Jung-Rot-Kreuzgruppe spielte die von Christian Möller gelesene Erzählung „Tröpflis große Reise“.

Viele Familien waren der Einladung zum Blutspendemarathon gefolgt. Wie die Krejzas aus Güstrow. Während Uta und Ronny Krejza beim Spenden waren, hatte auch Sohn Luka etwas mit Blut zu tun: der Achtjährige ließ sich beim Kinderschminken in einen Vampir verwandeln. „Wir wollen helfen, Leben zu retten“, erklärte Uta Krejza ihre und die Motivation ihres Mannes. Dieses und ähnliche Argumente schrieben Spender auf Karten, die per Luftballon auf die Reise geschickt wurden. Annette Köhler vom DRK-Kreisverband hatte dazu die Idee. „Wir feiern 150 Jahre DRK in Mecklenburg-Vorpommern. Dazu haben wir uns im Land das Ziel gestellt, zwischen dem 15. Januar und dem Weltblutspendetag am 14. Juni – das sind 150 Tage – 150 neue Blutspender zu werben“, erklärte sie. Zum Erreichen dieses Ziels trugen 24 Erstspender bei, die sich Sonnabend in Güstrow registrierten.

An einem Stand informierte der Güstrower Pierre Frehse über seine Erfahrungen als Stammzellenspender. Vor zwölf Jahren hatte sich der 35-Jährige typisieren lassen und wurde in die Deutschen Stammzellenspenderdatei (DSD) aufgenommen. Kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres bekam er Post von der DSD. Seine Körperzellen stimmten mit denen einer an Leukämie erkrankten Frau überein. Seine gespendeten Stammzellen werden nun mithelfen, das geschwächte Immunsystem seines „genetischen Zwillings“ wieder aufzubauen. Sonnabend warb Frehse für die Bereitschaft, sich typisieren zu lassen. Im September will der Freizeitsportler ein Fußballturnier organisieren, um neue Stammzellenspender zu gewinnen.



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