Laage : In Laage regieren die Frauen

Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (r.) gratuliert Marion Hünecke zur Wahl.
Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (r.) gratuliert Marion Hünecke zur Wahl.

Die Stadtvertretung wählt Marion Hünecke zur 2. Stellvertreterin der Bürgermeisterin.

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25. September 2015, 06:00 Uhr

Marion Hünecke (57) wählten die Laager Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Mittwochabend zur 2. Stellvertreterin der Bürgermeisterin. Ab November wird sie dieses Amt bekleiden. Grund für den Wechsel ist das Ausscheiden des bisherigen 2. Stellvertreters, Karl-Heinz Schwarz, der „ganz normal in Altersrente geht“, wie er es formuliert. Nach derzeitiger Planung ist der 29. Oktober sein letzter Arbeitstag.

Marion Hünecke kam 1998 nach Laage und arbeitete vom ersten Tag an in der Bauverwaltung der Stadt. In Demmin geboren und in Neustrelitz aufgewachsen fand die Bauingenieurin nach dem Studium Arbeit bei der Stadt Neustrelitz, wo sie zuletzt das Hochbauamt leitete. Private Veränderungen führten sie Mitte der 1990er-Jahre nach Sanitz. Als sich 1998 die Chance in Laage bot, beendete sie gern eine jahrelange Wochenend-Beziehung und wechselte die Arbeitsstelle.

„Von Haus aus bin ich Hochbauer. Das liegt mir bis heute“, sagt Marion Hünecke und gibt zu, dass bei Hochbauprojekten ihr Herz höher schlage als beim Straßenbau. Doch besonders in den ersten Jahren in Laage habe sie fast ausschließlich Tiefbaumaßnahmen auf dem Tisch gehabt. „Es wurde viel im Straßenbau gemacht, vielleicht 90 Prozent“, erinnert sie sich. Ein sehr schönes Projekt sei 2010 der Bau der neuen Grundschule gewesen. Den meisten Spaß aber habe ihr die Begleitung des Kindertagesstätten-Neubaus, der gerade abgeschlossen wurde, gemacht.

Die Mutter und neuerdings auch Großmutter leitet nach dem Umbau der Verwaltung seit 2011 den Geschäftsbereich Stadt- und Gemeindeentwicklung, der die Bereiche Bau und Wirtschaft, Liegenschaften, Bau und Dorfgemeinschaftshäuser, Ordnung und Sicherheit sowie das zentrale Gebäudemanagement umfasst.

In diesen Wochen konzentriert sich die Arbeit u.a. auf die Planung für das nächste Jahr. Marion Hünecke benennt den Neubau einer Sporthalle, die den vorhandenen Bau aus den 1960er-Jahren ersetzen soll, Straßenbau und Projekte, die sich aus den beiden gerade erst eröffneten Bodenordnungsverfahren Breesen und Jahmen-Wozeten ergeben, als Aufgaben für das nächste und die kommenden Jahre. Auch an einer Erweiterung des Wohngebietes „Auf den Fußstücken“ in Laage müsse gearbeitet werden. Lediglich ein freies Grundstück gebe es derzeit noch. Ein zweiter Bauabschnitt sei also in Angriff zu nehmen.

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