Hansetour Sonnenschein : In Laage lebt der Geist der Tour

Ankunft der Hanse-Tour-Sonnenschein in Rostock
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Ankunft der Hanse-Tour-Sonnenschein in Rostock

Hansetour Sonnenschein 2015 am Ziel: Spenden für Kinder-Hospiz, -Palliativprojekt und -Onkologie in Berlin, Brandenburg, Rostock

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10. August 2015, 06:00 Uhr

Strampele dich ab und tue Gutes damit! Die 275 Teilnehmer, Helfer inkludiert, der Hansetour Sonnenschein 2015 legten in Laage den letzten Zwischenstopp auf dem Weg zum Ziel im Rostocker Stadthafen ein. Nur noch der letzte „Ritt“, dann waren die 642 Kilometer der diesjährigen Benefizveranstaltung zu Gunsten krebs- und chronisch kranker Kinder bewältigt. Die Hoffnung von Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst zur Begrüßung des großen Pulks vor dem Rathaus, dass auch die Laager sich kräftig mit Spenden beteiligt hätten, konnte Sabine Jungerberg mit einem konkreten Ergebnis erfüllen: Während der einstündigen Mittagspause überreichte neben anderen Spendern auch die Schatzmeisterin des Radfahrerklubs 1895 zu Laage einen Spendenscheck. 1000 Euro hat der Verein bei verschiedenen Veranstaltungen in diesem Jahr für den guten Zweck gesammelt, was die überweisende Bank noch um 500 Euro aufstockte. „Ihr Laager verkörpert den Geist der Hansetour!“, rief Helmut Rohde, der Tourmanager und Vorsitzende des Fördervereins, gerührt. Laage gehöre zu den ganz treuen Tourstädten, seit das Recknitzstädtchen im Jahr 2005 erstmals aktiv dabei ist.

Seitdem fährt auch Frank Claus regelmäßig mit im Peloton. Den passionierten Radsportler reizt u.a. der von Fröhlichkeit geprägte Charakter der Tour – trotzt des ernsthaften Hintergrundes. „Aber das soll ja auf die rüberspringen, für die wir fahren“, erklärt der Laager. Und er klärt über einen anfänglichen Irrtum auf: „Zuerst dachte ich, das wäre eher so eine Geschichte für Promis und so und da kommt man sowieso nicht rein. Aber das war falsch gedacht: Der Tourfunke springt bei jedem über!“

Was ein Promi, als solchen kann man Bundestagsmitglied Eckhardt Rehberg wohl bezeichnen, aus seiner Sicht nur bestätigen kann. Der CDU-Abgeordnete aus dem Wahlkreis rund um Güstrow ist regelmäßig dabei. „Aus privaten Gründen konnte ich diesmal nur die letzten zwei Tage mitfahren. Aber die waren ausreichend, um die ganze Größe des Wahlkreises zu ermessen“, sagt Rehberg mit einem Schmunzeln und stackelte auf Socken zum nächsten Pausen-Gesprächspartner. Rund 2400 Euro habe er während der Tour bei Firmen gesammelt und natürlich auch privat beigesteuert.

Ja, den Zusammenhalt der Teilnehmer würdigt Matthias Kohlstedt. Der Kuchelmisser ist zum elften Mal auf dem Fahrrad für kranke Kinder unterwegs, spurt hunderte Kilometer ab, sammelt dabei Geld ein und schläft in Turnhallen-Gemeinschaft. „Da entstehen Freundschaften. Und wenn mir mal der Hintern gar zu sehr wehtut, dann denke ich an die, für die wir fahren. Und es ist auch ein Stück Abenteuer“, bekennt Matthias Kohlstedt. Der lange Anstieg von Rambin in Richtung Teterow, das sei der härteste der ganzen über 600 Kilometer langen Strecke. Der letzte Rest, von Laage nach Rostock zur Sail-Bühne, sei dann nur noch Kür.

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