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Radwegeausbau Krakow am See : In kleinen Etappen dem Ziel näher

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Radwegenetz: Wie geht es weiter mit dem Lückenschluss rund um Krakow am See?

Der Ausbau des Radwegenetzes rund um den Luftkurort geht weiter. Zu dieser guten Nachricht gehört aber auch der Zusatz: in kleinen, zögerlichen Schritten. Dies wurde bei einem Gesprächstermin der Stadt beim da noch zuständigen Straßenbauamt in Klueß deutlich, über den Bürgermeister Wolfgang Geistert berichtete. Demnach stünden für die nähere Zukunft zwei Abschnitte im Fokus: die Weiterführung des Radweges an der Landesstraße 204 in Richtung Dobbin sowie ein weiterer Schritt zum Lückenschluss mit der Kreisstadt an der B103, nämlich von der Nebel-Querung bei Kölln bis Groß Grabow.

Von der Feuerwehrzufahrt im Luftkurort soll demnach stadtauswärts ein separater Radweg von drei Metern Breite gebaut werden. Der soll innerhalb der Ortslage zugleich als Gehweg dienen, informiert Geistert. Ganz anders wird es nach aktuellem Planungsstand ab dem Wadehäng aussehen. Zwar ist ein Neubau der Brücke vorgesehen, nicht jedoch so breit, dass Platz für einen gesonderten Radweg wäre. Deshalb plant das Straßenbauamt eine sogenannte Mischverkehrsvariante: Auf dem Damm und auf der Brücke wird die Straße auf sechs Meter verbreitert. Für Radler sollen auf dem Asphalt, also auf der Fahrbahn, Randstreifen markiert werden, die bei Bedarf auch von Autos befahren werden dürfen. Allerdings, meint Bürgermeister Geistert, wären dafür noch verkehrsrechtliche Fragen zu klären; derzeit sei solch eine Variante gar nicht erlaubt. Hinter dem Damm dann, bis zum Anschluss an die Kreuzung nach Dobbin, solle der Radweg wieder auf eigenständigen Pfaden verlaufen. Geistert hofft, dass das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr durchgezogen wird. Dann könnte – wenn die erforderlichen 4 Millionen Euro im Landeshaushalt eingestellt werden – frühestens, aber immerhin 2016 Baubeginn sein.

Zeitlich ganz in den Sternen liegt noch die Fortführung des Radweges an der B103. Laut Aussage des Straßenbauamtes sollen für den Abschnitt Kölln – Groß Grabow Mitte dieses Jahres die Unterlagen „ausschreibungsfähig fertiggestellt“ sein. Große Unwägbarkeit für den hoffentlich dann weiteren Fortschritt: der Wechsel der Bundesstraße zwischen Klueß und Karow an der B192 in die Zuständigkeit des Landes am Ende dieses Jahres (SVZ berichtete). Würde diese Lücke geschlossen, bliebe nur noch der Abschnitt von Klueß bis zum Bahnübergang bei Hoppenrade herzustellen, damit Radfahrer zwischen Kreisstadt und Krakow am See sichere durchweg Radwege nutzen können.

 

 

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