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SVZ-Vereinsserie : In „immergrüner“ Anlage immer was los

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Güstrower Kleingartenanlage „Immergrün“ setzt auf junge Familien.

Die Kleingartenanlage „Immergrün“ in der Langen Stege in Güstrow ist ein beliebtes Naherholungsziel. Anwohner erfreuen sich an den gepflegten Gärten und machen Station im geräumigen Vereinshaus, das zwischen Mai und Oktober auch in der Woche ab 16.30 Uhr bewirtschaftet wird. Seit einigen Jahren besuchen Senioren der Tagespflege Eschenwinkel regelmäßig die Anlage, gehen spazieren und genießen ein Eis im Vereinshaus. Auch Schulklassen schauen mitunter vorbei, lassen sich von Imker Holger Ebersbach erklären, wie Bienen den Honig sammeln oder bekommen von Gartenfreunden Einblicke in die heimische Pflanzenwelt.


Kindertreff in großen Ferien


„In den großen Ferien gibt es einen Kindertreff in der Anlage, bei dem wir zusammen schon mal einen Salat aus den Früchten des Gartens zubereiten“, erzählt Andrea Broekelschen. Der Vereinsvorsitzenden kann gar nicht genug Leben in der Anlage sein. „Nur ein Garten reicht heute nicht mehr. Wir sind an jungen Familien interessiert. Und da steigen die Chancen, wenn in der Anlage jeder etwas findet, was ihn besonders interessiert“, ist Broekelschen überzeugt. Deshalb pflegen die Hobbygärtner den Spielplatz hinter dem Vereinshaus, damit sich auch die jüngsten Besucher in der Anlage wohl fühlen. „Aus den Einnahmen unseres Flohmarktes, den wir zweimal im Jahr veranstalten, haben wir uns ein Klettergerüst angeschafft“, sagt die Vereinschefin.

Regelmäßige Skatabende, Klönsnacks, bei denen über Gott und die Welt philosophiert wird, oder Frühschoppen, bei denen die eine oder andere gärtnerische Erfahrung ausgetauscht wird, tragen zum geselligen Zusammensein bei. Ein Höhepunkt ist das Sommerfest, das immer am zweiten August-Wochenende im Kalender steht. Für dieses Jahr hat sich der Sänger Wolfgang Kirk angekündigt.


Migranten in Anlage integriert


Gute Erfahrungen haben die Vereinsmitglieder mit Migranten gemacht. „Inzwischen bewirtschaften Menschen aus der Ukraine, aus Russland, Syrien oder Armenien Gärten in unserer Anlage. Sie sind sehr fleißig und ihre Parzellen tiptop in Ordnung“, versichert Andrea Broekelschen. Sie hat beobachtet, dass die Kontaktaufnahme zu den Alteingesessenen fast immer über die Kinder erfolgt. Die spielen miteinander und bald darauf seien auch die Eltern im Gespräch, hat die Vereinschefin beobachtet.

Im vergangenen Monat wurde Andrea Broekelschen zur Vorsitzenden des Kreisverbandes der Güstrower Gartenfreunde gewählt. Sie steht damit an der Spitze eines Verbandes, dem 67 Kleingartenanlagen mit über 4500 Parzellen im ehemaligen Landkreis Güstrow angehören. „Wichtig ist, dass es im Vorstand aktive Mitstreiter gibt. Die habe ich zum Glück in der Anlage ‚Immergrün’ und im Kreisverband“, sagt Andrea Broekelschen.

Im Moment hat für den Verband eine Einigung mit der Barlachstadt über den künftigen Pachtzins Priorität. Dazu habe es mit Vertretern der Stadtverwaltung ein erstes, als positiv eingeschätztes Gespräch gegeben. „Weitere werden folgen“, bekräftigt die Vorsitzende. Überhaupt möchte sie, dass mehr miteinander geredet wird. Deshalb will sie auch die Stammtische der Kleingärtner wiederbeleben. Zum ersten Termin am 12. Mai hat sie die Vorsitzenden der im Verband organisierten Anlagen in das „Immergrün“-Vereinshaus eingeladen.

 


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