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Bildhauer-Sommerakademie : In einer Woche Büste gefertigt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Acht Teilnehmer bei erster Sommerakademie mit Bildhauer Henning Spitzer

Im neuen museumspädagogischen Kabinett der Güstrower Barlachstiftung geht heute die Sommerakademie „Porträtplastik“ zu Ende. Eine Woche lang haben acht Teilnehmer unter der Leitung des Güstrower Bildhauers Henning Spitzer die klassische Arbeitsweise zum Schaffen einer lebensgroßen Porträtbüste kennen gelernt. Dazu haben sie Ton vor einem Modell geformt und anschließend in ein Gipsporträt umgewandelt. „Diese Sensibilisierung der Naturwahrnehmung schafft die Grundlage für jede plastische Auseinandersetzung“, sagt Spitzer.


Die beste Art seinen Urlaub zu verbringen


Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Berufen, arbeiten als Lehrer, Informatiker, Keramiker oder sind Schüler und Studenten. Manche, wie die am Teterower Gymnasium als Kunsterzieherin arbeitende Barbara Wolbring-Biemann, nutzten den Kursus als berufliche Fortbildung, andere schufen sich damit einen Höhepunkt in den Ferien oder im Urlaub. Wie Gabriela Roth-Budig, die vor über 20 Jahren die Fachschule für angewandte Kunst in Heiligendamm besuchte und heute eine Keramikwerkstatt in Leipzig betreibt. Bei einer Visite in der Barlachstiftung im vergangenen Jahr fiel ihr der Flyer in die Hand, mit der für die Sommerakademie geworben wurde. Da ihr die Arbeiten von Henning Spitzer sehr zusagten, plante sie kurzerhand eine Woche Urlaub für die Teilnahme an dem Kursus. Und hat es nicht bereut. „Es ist die beste Art, seinen Urlaub zu verbringen. Für mich ist das Nahrung für die Seele“, schwärmte sie.

Auch Franziska Grosse zeigte sich von der Sommerakademie begeistert. Die Güstrowerin bildet als Fachbereichsleiterin künftige Veranstaltungstechniker an der Berufsschule Güstrow-Bockhorst aus. „Da sind wir natürlich auch viel in Theaterwerkstätten und arbeiten mit Gips, Ton oder Draht, wie hier in der Sommerakademie“, sagt sie. Da sie auch Mitglied im Förderverein des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow ist, passte das Angebot genau in ihren Sommerplan.

Nach drei Tagen vor dem Modell gingen die Teilnehmer daran, die Tonporträts umzuformen. Dazu wurden zwei Gipsschalen aufgebracht, zusammengefügt und mit Gips ausgefüllt. „Nach dem Entfernen der Formschalen erhält man ein Porträt, das ganz genau so aussieht wie das Ursprungsmodell aus Ton“, erklärt Henning Spitzer.

Der Bildhauer und Maler bietet in den nächsten Monaten weitere Kurse und Seminare im museumspädagogischen Kabinett am Inselsee an. So die Reihe „Lebendiges Zeichnen“, die am 13. und 27. September sowie am 8. und 22. November im Plan steht. Am 11. und 12. Oktober gibt er ein zweitägiges Seminar zur Kleinplastik. Wer Arbeiten des Güstrowers Henning Spitzer sehen will, muss aktuell in die Hansestadt Rostock fahren. Dort werden gegenwärtig im Nordschiff der Petrikirche 13 Skulpturen, darunter acht Großplastiken sowie Gemälde gezeigt. Das Motto der umfangreichen Präsentation ist dabei für den Künstler Programm: „Leben muss rein“.



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