Haushalt 2014 beschlossen : In Diekhof steigen Steuern

Gemeindehaushalt 2014 beschlossen / 3000 Euro fürs Gemeindeleben

svz.de von
18. Dezember 2013, 17:22 Uhr

Trotz der finanziell prekären Situation sind im Haushalt 2014 der Gemeinde Diekhof 3000 Euro für freiwillige Leistungen eingeplant. Anfang der Woche beschloss Holger Anders, der seit dem kompletten Rücktritt von Bürgermeister und Gemeindevertretung als Beauftragte die Position des Bürgermeisters und die Position der Gemeindevertretung einnimmt, den Etat. „Diekhof war im Amtsbereich Laage immer die erste Gemeinde mit dem Haushalt. Daran halte ich fest“, sagt Anders.

Eingeplant hat er Geld für die Sportförderung, für ein Dorffest und Seniorenveranstaltungen, für die Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr Diekhof und für die Jugendarbeit. Zwar sei Diekhof aus dem Verbund der Jugendarbeit im Amt Laage unter der Obhut der Christophorus-Kirchengemeinde ausgeschieden, weil die Zuschüsse in diesem Jahr gestrichen wurden, doch möchte Anders wieder etwas für die Jugend anbieten. „In welcher Form, darüber denke ich momentan alleine nach. Das aber wird auch eine Aufgabe für die künftige Gemeindevertretung sein“, sagt der Diekhof-Beauftragte.

Verändern werden sich im nächsten Jahr die Steuersätze in der Gemeinde. So soll die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) von jetzt 250 auf 270 Prozent steigen, die Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) von 355 auf 360 Prozent. „Bei der Grundsteuer A lagen wir unter dem Landesdurchschnitt“, erklärt Anders die Erhöhung. Bei der Grundsteuer B bewege sich die Gemeinde leicht über dem Landesdurchschnitt. Die moderate Erhöhung spüle einfach ein wenig mehr Geld in die Gemeindekasse. Die Gewerbesteuer bleibt unverändert.

Verabschiedet hat Anders einen Haushalt mit Defizit. Im Finanzhaushalt (reale Einnahmen und Ausgaben) fehlen rund 25 000 Euro, im Ergebnishaushalt (u.a. mit Abschreibungen, die die Gemeinde bilden soll) etwa 166 000 Euro. Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Gemeinde ist laut Plan ein Kassenkredit (vergleichbar mit dem Dispo) von knapp 288 000 Euro notwendig.

Der defizitäre Haushalt muss von der Kommunalaufsicht genehmigt werden. „Ich hoffe, dass die freiwilligen Leistungen genehmigt werden“, sagt Anders und macht darauf aufmerksam, dass 3000 Euro dafür lediglich 0,3 Prozent des Haushaltes ausmachen.

Sicher, so räumt der Diekhof-Beauftragte ein, hätte er die Aufgabe des Haushaltsbeschlusses auch der neuen Gemeindevertretung, die am 12. Januar gewählt werden soll, überlassen können. „Ich möchte, dass die neue Gemeindevertretung möglichst schnell handlungsfähig wird und nicht erst noch mit einer vorläufigen Haushaltsführung arbeiten muss“, erklärt Anders.


Diekhof wechselt Stromanbieter


Sparen will die Gemeinde im nächsten Jahr auch bei Energie und Gas. Beschlossen wurde am Montagabend ein Wechsel des Anbieters. Ab April 2014 sollen die Stadtwerke Laage die Gemeinde mit Strom und Gas versorgen. Bisher tun das die Stadtwerke Güstrow. „So kann die Gemeinde im nächsten Jahr 420 Euro einsparen“, informiert Anders. Das sei nicht viel, verdeutliche aber den Willen der Kommune, in allen Richtungen Einsparmöglichkeiten auszuzschöpfen.

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