Schloss Güstrow : In die Geschichte eintauchen

monika lehmann liebt ihre arbeit

Monika Lehmann arbeitet seit zehn Jahren als Museumspädagogin im Güstrower Schloss.

svz.de von
30. August 2016, 21:00 Uhr

Sie hat manche Geschichte rund ums Güstrower Schloss zu erzählen, egal ob für Kinder oder für Erwachsene. Monika Lehmann ist seit zehn Jahren als Museumspädagogin im Schloss Güstrow aktiv. Mit Kindern das Schloss entdecken oder essen wie zu Zeiten von Herzögen und Fürsten – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Entscheidend ist ihr, dass Güstrower und Gäste ihre „Perle“ – das Schloss – auch als diese erkennen.


Von Lehrerin zur Museumspädagogin


Geboren in Salzwedel, wuchs Monika Lehmann in Lübsee auf. Obwohl sie erst eine Berufsausbildung mit Abitur absolvierte und einige Jahre arbeitete, behielt sie ihren eigentlichen Wunsch fest im Blick: Kunst zu studieren. Nach der Wende gelang ihr dies. Von 1984 bis 2006 arbeitete sie als Lehrerin für Kunst und Deutsch im Rostocker Umland. Als dann die Chance bestand, als Museumspädagogin zu arbeiten, nutzte sie diese. „Ich war sehr gern Lehrerin, aber jetzt ist es wunderschön, auch in die Geschichte einzutauchen und daraus etwas für Kinder und Erwachsene zu entwickeln“, erzählt Monika Lehmann.

In den ersten drei Jahren musste sie nochmal enorm viel lernen. „Ich habe wohl noch nie so viel auswendig gelernt, wie damals“, erzählt sie. Zeitweise habe sie überlegt, ob der Wechsel ins Museum die richtige Entscheidung für sie war. „Ja, jetzt ist es perfekt“, sagt die Museumspädagogin heute.

Schließlich hat sie seit zwei Jahren beste Bedingungen mit der Werkstatt in der ehemaligen Küche des Schlosses. „Ich liebe es, hier zu sitzen und darüber nachzudenken, was wohl alles in dieser alten Küche passiert sein mag“, sagt die Museumspädagogin. Alte Handarbeitstechniken stehen ebenso bei ihr auf dem Programm wie Angebote für Familien oder Führungen. Eines ist ihr wichtig: Nie genau dasselbe zu erzählen. „Eine Führung muss auch für mich immer interessant und lebendig bleiben, darum lese ich gern vorher nochmal nach und nehme andere Aspekte mit auf“, sagt Monika Lehmann.

Herausforderungen nimmt sie gern an. Eine sei, dass sie vorher fast nie wisse, wer zu den Angeboten komme. Natürlich ist das bei Projekten mit Klassen anders. Doch eines ist immer gleich: Alle ihre Angebote lehnen sich an die Geschichte des Schlosses an. „Wir haben ein wunderschönes Renaissanceschloss und eine wunderbare Ausstellung“, betont sie. Genau das möchte sie jedem vermitteln.

Wenn Monika Lehmann nicht im Schloss tätig ist, dann genießt sie ihre Freizeit fast ausschließlich in der Natur. „Ich gestalte gern, im Garten, arbeite aber auch gern mit Holz und Metall“, verrät sie. Wenn dann noch Zeit ist, nimmt sie gern einen Krimi zur Hand, bei dem mitzudenken ist.

Genau solch ein Nachdenken und Überlegen braucht sie auch für ihre Arbeit. Im Güstrower Schloss möchte sie weiterhin kreativ sein, neugierig bleiben und dabei immer neue Ideen für kleine und große Museumsbesucher entwickeln.

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