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MS-Selbsthilfegruppe Güstrow : In der Gemeinschaft Lebensmut tanken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

25 Jahre MS-Selbsthilfegruppe Güstrow: Rosemarie Trybull gibt Staffelstab an Birgit Hoppe weiter.

Eine festlich gedeckte Tafel, kurze Reden, Gäste und gute Stimmung: Mit einem kleinen Fest beging die Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose (MS) Güstrow gestern ihr 25-jähriges Bestehen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten damals Erika Panwitt und die Sprecherin Rosemarie Trybull. Die 72-Jährige stand ein Vierteljahrhundert an der Spitze der Güstrower Selbsthilfegruppe und gab den Staffelstab gestern an Birgit Hoppe weiter.

Zirka 3000 MS-kranke Menschen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Etwa 750 von ihnen gehören dem Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) an. „Neben den DMSG-Gruppen betreut der Landesverband auch offene Treffs und bietet MS-Stammtische an“, bestätigt Margit Ottilie, Sozialarbeiterin beim Landesverband.

„Die monatlichen Treffs haben die Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe bereichert. Jeder hat danach wieder etwas mehr Lebensmut bekommen“, schätzt Rosemarie Trybull ein. In den vergangenen 25 Jahren habe die medizinische Erforschung der Krankheit große Fortschritte gemacht. Viele dieser Erkenntnisse werden in der Gruppe besprochen, es werden Vorträge organisiert und Hilfen zur Gestaltung des Lebens gegeben. „Wir sprechen auf unseren Zusammenkünften aber nicht nur über die Krankheit. Wir reden über Gott und die Welt, haben viel Spaß und suchen uns das Gute und Schöne im Leben aus“, sagt Trybull. Dazu gehören auch gemeinsame Fahrten, wie etwa in den Rosengarten nach Groß Siemen, in das Kutschenmuseum Kobrow oder ins Kloster Rühn. Im Juni steht der Besuch des Gartens der Familie Altmann in Neu Mistorf auf dem Programm und im August ein Grillfest.

Mit Birgit Hoppe hat Rosemarie Trybull eine Nachfolgerin gefunden, die erst zwei Jahre in der Selbsthilfegruppe ist. „Mir liegt am Herzen, dass die Arbeit in der Selbsthilfegruppe weitergeht, denn sie ist sehr wichtig“, sagt die 48-Jährige, die sich wünscht, dass noch mehr an MS erkrankte Menschen den Weg in die Selbsthilfegruppe finden. Treff ist an jedem ersten Montag im Monat um 14.30 Uhr in der Begegnungsstätte „Südkurve“. „Einfach vorbei kommen und in die Gruppe hineinschnuppern“, rät die neue Sprecherin.


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