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Wir in Plaaz : In der Gemeinde ein Zuhause gefunden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

80 Bewohner und 40 Angestellte erfüllen das „Haus Abendsonne“ mit Leben

von
erstellt am 05.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Schwer wird Eleonore Cerven der Abschied vom Pflegeheim in Zapkendorf fallen. In dem 250 Jahre alten Gutshaus hat sie 22 Jahre ihres Berufslebens verbracht – zuletzt als Pflegedienstleiterin, doch nun naht der Ruhestand und es ist an der Zeit das Zepter abzugeben. „Das wird eine ganz schöne Umstellung werden und ich werde die Arbeit, die Bewohner und die Mitarbeiter sehr vermissen“, sagt die Pflegedienstleiterin und fügt hinzu: „Aber ich weiß, dass das Haus in gute Hände kommt – Andrea Janke ist seit zehn Jahren hier, hat hier gelernt und ich bin ja auch nicht aus der Welt.“

In drei Wochen ist es an der Zeit Abschied zu nehmen. Abschied von ihrem „zweiten Zuhause“, wie sie sagt. Als besonders habe sie immer die Akzeptanz der Gemeinde empfunden, denn das „Haus Abendsonne“ beherbergt neben Menschen mit unterschiedlichen Pflegestufen auch Alkoholkranke, die hier durch fremdbestimmtes kontrolliertes Trinken lernen ihren Konsum einzuschränken. „Unsere Patienten bewegen sich ganz frei in der Gemeinde, halten auch mal ein Schwätzchen über den Gartenzaun und die Anwohner begegnen ihnen ganz ohne Vorurteile – das ist toll zu sehen“, sagt Eleonore Cerven mit einem Quäntchen Stolz.

Das sei auch ein wichtiger Baustein des Lebens in der Einrichtung der Volkssolidarität in Zapkendorf. Einige der Bewohner leben hier schon mehrere Jahrzehnte – einer sogar seit 1986. „Für viele ist das Heim ein Zuhause geworden und es ist unsere Aufgabe es ihnen hier schön zu machen“, sagt die gelernte Altenpflegerin. Lange war eine intensive Betreuung kaum leistbar – die Zeit der 22 Pflegekräfte war begrenzt und meist ausschließlich auf die reine Pflege beschränkt. Seit Januar ist das anders. „Wir haben nun fünf Betreuungsassistenten und das ist für die Bewohner ein wirklicher Gewinn“, sagt Cerven. Die neuen Kräfte hätten Zeit für Bastelnachmittage, Ausflüge und ausgiebige Gespräche. „Sie lernen die Patienten viel intensiver kennen und dadurch können wir schließlich viel besser auf die individuellen Bedürfnisse eingehen“, resümiert Eleonore Cerven und freut sich über die Unterstützung, die nun auch ihre Nachfolgerin Andrea Janke ausbauen und nutzen kann.

„Die neue Position wird sicher auch eine große Herausforderung für mich werden, aber ich freue mich sehr auf die tolle neue Chance“, sagt Andrea Janke mit Blick auf ihre künftige Anstellung als Pflegedienstleiterin im „Haus Abendsonne“. Dass sie das Haus schon kenne, sei in jedem Fall ihr persönlicher Heimvorteil.

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