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Güstrower Anzeiger

14. Dezember 2017 | 11:24 Uhr

Grippe : Impfschutz passt perfekt zur Grippe

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Grippewelle erreicht den Landkreis Rostock – aktuell 21 Infektion. Gesundheitsamtsleiterin: Stationäre Behandlungen bislang nicht erforderlich

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Die schlechte Nachricht ist, dass die diesjährige Grippewelle nun auch langsam den Landkreis Rostock erreicht – die gute Nachricht ist wiederum, dass der Impfschutz gut zum Virus passt. „Wir beobachten vorrangig Influenza-Infektionen durch Influenza-A-Viren, insbesondere mit dem Subtyp A (H1N1)“, erklärt Anja Neutzling, Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales MV (Lagus). „Die Influenza-A-Viren stimmen gut mit dem im Impfstoff enthaltenen Impfstamm überein, so dass von einer guten Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber den Influenza-A-Viren auszugehen ist“, sagt Neutzling weiter.

Eine wirklich gute Nachricht für alle diejenigen, die sich vor der Grippesaison – also zwischen September und November – haben impfen lassen. Die Influenza A ist auch im Landkreis Rostock der Subtyp, der am häufigsten vorkommt. Von insgesamt 21 nachgewiesenen Infektionen mit der echten Influenza, seien 19 der Influenza A und nur zwei der Influenza B zuzuordnen, erklärt Dr. Kristin von der Oelsnitz, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.


Tatsächliche Zahl könnte höher liegen


„Das sind natürlich nur die Fälle, die uns tatsächlich von den Hausärzten gemeldet werden, die die auch über einen Abstrich labordiagnostisch untersucht wurden“, sagt Kristin von der Oelsnitz weiter. Die tatsächliche Zahl der Influenza-Infektionen könne also wesentlich höher sein, so die Medizinerin.

Die Influenzaviren sind im allgemeinen sehr veränderlich, daher passt auch der Impfschutz nicht immer perfekt. Dennoch sei es immer ratsam sich impfen zu lassen – „gerade, wenn man zur Risikogruppe gehört“, sagt von der Oelsnitz. Dazu gehören unter anderem alle Menschen über 60 Jahren, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen, allgemein Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Schwangere, die ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.

Besonders schwere Krankheitsverläufe sind in der aktuellen Grippesaison bislang nicht verzeichnet worden. „Von den 21 Influenza-Erkrankten musste keiner stationär behandelt werden“, gibt von der Oelsnitz Entwarnung. Dennoch hätten die Erkrankten ein starkes Krankheitsgefühl und seinen natürlich nicht arbeitsfähig, sagt die Medizinerin weiter. Um sich vor einer Infektion zu schützen sei es ratsam den direkten Kontakt zu Erkrankten zu vermeiden – insbesondere das Anhusten und Anniesen. Regelmäßiges Lüften, das Desinfizieren von Türklinken und anderen gemeinschaftlich genutzten Oberflächen und das regelmäßige Händewaschen seien ebenfalls wichtig, rät von der Oelsnitz.

Wie sich die Grippesaison noch entwickelt, kann die Gesundheitsamtsleiterin indes noch nicht einschätzen, denn die Grippewelle reicht noch bis in den März hinein. „Sagen lässt sich nur, dass im Vorjahr 180 Fälle von Influenza in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet wurden. Im gleichen Zeitraum 2016 sind es bereits 288“, resümiert Kristin von der Oelsnitz.

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