zur Navigation springen

20 Jahre Kartenspiel-Gruppe : Immer in der Hoffnung auf ein Handspiel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Begeisterte Rommee-Spielerinnen treffen sich seit 20 Jahren in Laage / Die meisten Tagessiege gehen auf das Konto von Gabriela Maier

Für Theresa Heinrich (75) ist es einer der schönsten Tage im Monat, wenn man sich in Laage zum Rommee-Spiel trifft. „Ich will nicht immer gewinnen. Hauptsache wir spielen Karten“, sagt die Liessowerin. Seit 20 Jahren gibt es in Laage eine Gruppe von Frauen, die sich regelmäßig zum Kartenspiel trifft. Zum Geburtstag war nun ein festliches Mahl geplant. Allerdings wurde vorher Rommee gespielt und das zog sich. „Das ist dann allen doch immer wichtiger“, erklärt Elke Behr (74), die stets alle Fäden in der Hand hält.

16 Mitglieder hat die Gruppe – alles Frauen. Nicht ohne stolz berichtet Elke Behr von sieben Stammspielerinnen. Von Anfang an dabei sind neben ihr Sibylle Vahst, Ursula Nagel, Ursula Buhz, Gabriela Maier, Theresa Heinrich und Rotraut Heinrich. „Wir spielen zu viert an vier Tischen, sind also mit 16 Mitgliedern komplett“, berichtet die Laagerin. Nachwuchssorgen habe man nicht. Es sei kein Verein, sondern schlicht eine private Initiative. Im Vordergrund steht der Spaß am Kartenspiel, wobei es nicht alle so locker sehen wie Theresa Heinrich. „Man will schon gewinnen“, sagt Elke Behr. „Ein Handrommee ist immer das Ziel und die Krönung“, fügt Sibylle Vahst, mit 50 Jahren die Jüngste in der Runde, hinzu. Mit vier Euro Einsatz gehe jeder ins Rennen. Nach 24 Spielen mit wechselnder Zusammensetzung an den Tischen werden die Erstplatzierten ermittelt.

Überhaupt, so gesteht Elke Behr, komme bei ihr der Buchhalter manchmal ein bisschen durch. Dann setzt sie sich hin und wertet die Ergebnisse aus. Dabei sei herausgekommen, dass es eine unangefochtene Rommee-Königin in der Runde gibt. Das ist Gabriele Maier. Weit abgeschlagen folgen Ursula Buhz und Elke Behr. Eine rechte Erklärung für ihren Erfolg hat Gabriela Maier (54) nicht. „Ich spiele mit Kopf, weiß immer ungefähr, was die anderen in der Hand haben und lege nicht gleich aus“, berichtet sie. Sie spielt nicht nur Rommee, sondern sitzt abends in der Regel eine Stunde vor dem Computer und spielt Skat.

Neben dem Spaß am Spiel haben die Treffen durchaus einen sozialen Aspekt. Man tauscht sich über Gott und die Welt aus. „Es ist aber kein Kaffeeklatsch, sondern ein Gedankenaustausch“, betont Elke Behr, die es gern hat, wenn flott gespielt wird, hat sie doch immer den Ehrgeiz zu gewinnen. „Ein bisschen verrückt sind wir schon“, gesteht die 74-Jährige, die schon einmal für sich festgelegt hat, dass es noch zehn Jahre so weitergehen könne. Die Spielerinnen sind derzeit zwischen 50 und 85 Jahren alt. Einige in der Gruppe treffen sich auch noch privat in kleineren Gruppen zum Kartenspiel oder Besuchen andere feste Spieler-Treffs u.a. in Plaaz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen