Von Laage nach Berlin : Ilka Lochner packt für Berlin

Vor sechs Jahren: Ilka Lochner zieht ins Laager Rathaus ein. Jetzt holt sie ihre Umzugskartons wieder raus und packt für Berlin.
Vor sechs Jahren: Ilka Lochner zieht ins Laager Rathaus ein. Jetzt holt sie ihre Umzugskartons wieder raus und packt für Berlin.

Laager Bürgermeisterin wird ihr Amt abgeben: Berufung an die Landesvertretung in der Bundeshauptstadt beabsichtigt.

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14. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Paukenschlag in der Laager Stadtpolitik: Ilka Lochner, seit sechs Jahren Bürgermeisterin, soll ihr Amt vorzeitig abgeben. Die CDU-Politikerin werde an die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns nach Berlin berufen, wurde gestern berichtet. Auf der Fraktionssitzung der Laager Stadtvertretung am Dienstagabend habe sie das bestätigt, erfuhr die SVZ gestern.

Zu Einzelheiten habe sich Lochner nicht geäußert. Auch gegenüber dieser Zeitung wollte sie über ihren künftigen beruflichen Weg nichts sagen. Allerdings dementierte sie die Meldung auch auf Nachfrage nicht, sondern verwies auf „Regularien“, die sie einhalten wolle. Vermutlich will sie nur der offiziellen Ernennung durch den Ministerpräsidenten nicht vorgreifen. Spekuliert wurde in Laage gestern, dass sich die Bürgermeisterin auf der Stadtvertretersitzung am Abend äußern werde.

Die CDU-Fraktion habe Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) vorgeschlagen, Ilka Lochner als Dienststellenleiterin in die Landesvertretung nach Berlin zu entsenden, bestätigte der Parlamentarische Geschäftsführer, Torsten Renz, gestern auf Nachfrage. Beabsichtigt sei der Dienstantritt zum 1. Februar.

Als Dienststellenleiterin wäre Lochner die Stellvertreterin der Bevollmächtigten, also der „Botschafterin“ des Landes MV beim Bund. Zugleich wäre sie damit für die CDU eine wichtige Koordinatorin der Regierungspolitik zwischen Land und Bund.

Der Wechsel nach Berlin erscheint, so plötzlich er jetzt auch kommen mag, folgerichtig für die erfahrene Kommunal- und Landespolitikerin. Ilka Lochner, geboren in Rüdesheim, kam Ende der 1990er-Jahre im Zuge der Versetzung ihres damaligen Ehemannes, einem Bundeswehrpiloten, nach Laage. In Rostock setzte sie ihr Magisterstudium in Politikwissenschaften fort. 2002 wurde sie in den Landtag Mecklenburg-Vorpommern gewählt, vier Jahre später noch einmal mit Direktmandat. Nach ihrer Wahl zur hauptamtlichen Bürgermeisterin von Laage 2010 schied sie aus dem Landtag aus, behielt jedoch ihr Mandat für den Kreistag, dem sie als Präsidentin vorsteht.

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