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100. Geburtstag : Ihr Tipp: bescheiden sein und maßhalten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Lisbeth Borts feierte gestern in Laage ihren 100. Geburtstag

Lisbeth Borts feierte gestern in Laage ihren 100. Geburtstag. Bescheiden sein und maßhalten sieht sie als Grundlage für ein langes Leben, aber auch eine gute Pflege. „Ich lebe nicht wer weiß wie und mit Alkohol hatte ich auch nie was am Hut“, sagt die Laagerin, die seit sechs Jahren bei ihrer Tochter Sabine Roß wohnt und von ihr gepflegt wird.

Geboren ist Lisbeth Borts mitten im 1. Weltkrieg in Weitendorf. Nie habe sie gedacht, dass sie einmal 100 Jahre alt werden könnte. Immer wieder sei ihr erzählt worden, dass sie mit sechs Wochen so krank war, dass alle in großer Sorge um sie waren. Lisbeth Borts erinnert sich an eine schöne Schulzeit. Als eines von sechs Geschwistern sei sie aufgewachsen. Früh hätten die Kinder auf dem elterlichen Hof mit anpacken müssen. „Viel Freizeit hatten wir als Schulkinder nicht“, sagt die 100-Jährige. Nach der Schule habe sie die Haushaltsschule in Rostock besucht und später im Mecklenburger Hof in Laage das Kochen gelernt. In verschiedenen Anstellungen war sie als Köchin tätig, aber auch mal eine Zeit lang im Laager Rathaus.

Neben der Familie – Lisbeth Borts hat eine Tochter, zwei Enkel und zwei Urenkel – habe Gerda Fortuniak als beste Freundin eine große Rolle in ihrem Leben gespielt. Immer habe man sich gegenseitig unterstützt und im Rentenalter viele Reisen unternommen. Lisbeth Borts interessiert sich bis heute für Sport, insbesondere für Tennis und Fußball. Pläne für die Zukunft habe sie nicht mehr. „Ich bin zufrieden, wenn ich noch ein bisschen mit dem Rollator spazieren gehen kann“, sagt sie. Allein gehe sie aber nicht mehr raus.

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erstellt am 19.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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