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Neugestaltung des Marktplatzes : Ideen für „Wohnstube der Stadt“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Güstrower Stadtverwaltung lädt heute Abend ins Rathaus ein, um über die Neugestaltung des Marktplatzes zu diskutieren.

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erstellt am 07.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Der Güstrower Markt ist für Jane Weber die „Wohnstube der Stadt“. „Hier sollen sich alle wohlfühlen und gerne aufhalten“, ist die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes überzeugt. Damit legt sie bereits die Diskussionsgrundlage für heute Abend. Denn erstmals lädt die Stadt um 17 Uhr zu einer öffentlichen Diskussion über die Neugestaltung des Marktplatzes ins Rathaus ein. Alle Bürger können sich einbringen. „Ich wünsche mir eine konstruktive Diskussion. Wir werden die Vorschläge der Bürger einfangen, zusammenfassen und dann in den Fachausschüssen beraten“, lädt Jane Weber ein und setzt auf eine rege Beteiligung.

Frühzeitiger geht eine Bürgerbeteiligung nicht, denn dass Großvorhaben steht noch ganz am Anfang. Die Verwaltung erarbeitet gerade erst die Aufgabenstellung für die Planungsaufträge. Wie soll der Markt aussehen und vor allem, wie soll der Mittelpunkt der Stadt künftig genutzt werden? Das ist die Ausgangsfrage und die gilt es laut Jane Weber gründlich zu überlegen. „Denn die Neugestaltung soll ja schließlich mindestens 40 Jahre halten“, sagt sie. Dabei geht es nicht nur um die Fläche direkt vor dem Rathaus, sondern um alle vier Flächen rundherum.

Die Stadtverwaltung ist bei der Marktgestaltung schon in Vorleistung gegangen, hat Anlieger, Taxifahrer, Markthändler sowie das Busunternehmen Rebus befragt und auf dieser Grundlage bereits Eckpunkte für den Planungsauftrag erarbeitet, die heute Abend vorgestellt werden. Dabei geht es um den Verkehr, bessere Stellplätze für Taxis und eine größere Haltestelle für den Linienbus, das Stadtgrün, ein öffentliches WC, Fahrradständer, Bänke und ein Wasserspiel, um die Oberflächengestaltung und die Beleuchtung. Für Jane Weber steht fest: „Wir brauchen den Markt auch weiterhin für den Wochenmarkt und als Veranstaltungsfläche für Feste. Das sollte nicht eingeschränkt werden.“ In vier Arbeitsgruppen können die Bürger heute Abend die Eckpunkte vertiefen und darüber diskutieren.

Bisher plant die Stadt mit Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro für die Marktneugestaltung – ohne Planungsleistungen. Letztere müssen europaweit ausgeschrieben werden. Das kann bis zu einem Jahr dauern. Doch Jane Weber hofft, dass es schneller geht. „Zunächst müssen wir uns aber in der Stadt über die Eckpunkte einig werden“, sagt sie. Wenn die feststehen würden, könnte die Stadtvertretung schon am 20. Oktober einen Beschluss fassen und im Anschluss die Planungsleistung ausgeschrieben werden. Mit dem Baubeginn rechnet Jane Weber frühestens im Herbst 2018.  

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