Landkreis Rostock : Idee: Neubau am Autobahnkreuz

In der Feuerwehrtechnischen Zentrale repariert Klaus-Dieter Pulss u.a. Schläuche.
In der Feuerwehrtechnischen Zentrale repariert Klaus-Dieter Pulss u.a. Schläuche.

Landkreis will aus zwei Feuerwehrtechnischen Zentralen in Güstrow und Kägsdorf eine machen / Kreisausschuss berät nächste Woche

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13. November 2015, 06:25 Uhr

Der Landkreis Rostock liebäugelt mit dem Neubau einer Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in der Nähe des Autobahnkreuzes A 19/A 20. Bisher gibt es zwei Standorte in Güstrow und in Kägsdorf (Gemeinde Bastorf zwischen Kühlungsborn und Rerik). Diese brachten die Landkreise Güstrow und Bad Doberan 2011 in den Großkreis ein. Rund 5,4 Millionen Euro könnte ein Neubau kosten. Zeitvorstellung: 2017/2019. Der Kreisausschuss beschäftigt sich auf seiner Sitzung am Mittwoch, 18. November, mit dem Projekt und soll eine Grundsatzentscheidung treffen.

Zwei Feuerwehrtechnische Zentralen schätzt die Verwaltung langfristig als unwirtschaftlich ein. Die Konzentration auf eine der beiden Zentralen erscheint nicht sinnvoll. Dies würde in beiden Fällen für einen Teil der 166 Feuerwehren im Landkreis lange Wege bedeuten. In Güstrow würde auch der Platz für eine Erweiterung fehlen.

„Wir haben die komplette Struktur zweimal im Landkreis“, sagt Mayk Tessin, Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis. Mit nur einer LFZ könnte man allein im Jahr rund 100 000 Euro Bewirtschaftungskosten sparen. Knapp 1,3 Millionen Euro müssten ohnehin bis zum Jahr 2020 in die beiden LFZ gesteckt werden, um sie betriebsfähig zu halten, führt Tessin weiter an. Sein Fazit: Eine Investition in eine neuer LFZ lohnt sich.

Auch als Kreisbrandmeister plädiert Tessin für den Neubau in der Nähe des Autobahnkreuzes. Veranstaltungen des Kreisfeuerwehrverbandes würden schon lange wegen der zentralen Lage in Kavelstorf stattfinden. Sicher, so räumt Tessin ein, werde man in Güstrow nicht begeistert sein, weil man an kurze Wege gewöhnt ist. „Für die meisten Wehren aber sollte ein Standort am Autobahnkreuz akzeptabel sein“, denkt Tessin. Das sieht auch Güstrows Wehrführer Markus Paschen nicht anders. Er hält einen Weg von etwa einer halben Stunde aber auch für die Güstrower noch für akzeptabel. Für einen Neubau an zentraler Stelle spricht Remo Schmecht, Wehrführer in Krakow am See. Die FTZ sei für die Wehren ein wichtiger Partner. Ein Neubau biete die Chance auf eine moderne Zentrale, die allen aktuellen Anforderungen gerecht wird. Aber: „Für die Gemeinden im südlichen Bereich des Landkreises sind alle Wege weit“, stellt Schmecht fest.

In den Feuerwehrtechnischen Zentralen werden sämtliche Feuerwehr-Gerätschaften geprüft und gepflegt. Während Fahrzeuge einmal im Jahr gründlich überprüft werden müssen, landen beispielsweise Schläuche und Atemschutzgeräte nach jedem Gebrauch in der FTZ, werden gereinigt und kontrolliert. Außerdem erfolgt dort die Aus- und Weiterbildung, für die der Landkreis zuständig ist, z.B. von Maschinisten und Atemschutzträgern sowie die Fortbildung von Gruppenführern, zählt Sachgebietsleiter Tessin auf.

Grünes Licht für einen Neubau gaben bereits der Wirtschaftsausschuss sowie der Haushalts- und Finanzausschuss.  

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