Interview mit Ute Frahm aus Güstrow : Ich lebe meinen Traum

In ihrer neuen Wirkungsstätte in der Gleviner Straße trifft man die neue WGG-Geschäftsführerin Ute Frahm wohl am ehesten an.
In ihrer neuen Wirkungsstätte in der Gleviner Straße trifft man die neue WGG-Geschäftsführerin Ute Frahm wohl am ehesten an.

Seit Januar ist Ute Frahm die Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Güstrow – heute stellt sie sich den 20 Fragen.

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23. Februar 2019, 05:00 Uhr

Ute Frahm lebt seit Dezember in der Barlachstadt, seit 1. Januar leitet die gebürtige Berlinerin die Geschicke der Wohnungsgesellschaft Güstrow. Sie wurde als neue Geschäftsführerin bestellt, nachdem Jürgen Schmidt nach 27 Jahren in dem kommunalen Wohnungsunternehmen, davon 24 Jahre als Geschäftsführer, in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Die 51-Jährige Ökonomin blickt auf eine Vielzahl an Erfahrung in der Immobilienbranche zurück. So war sie bei der Dussmann AG, einem global agierenden Dienstleister für Gebäudemanagement, kümmerte sich aber auch um einen kommunalen Bestand in Königs Wusterhausen. Zuletzt war die Mutter dreier erwachsener Söhne bei der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg tätig. Mit Ute Frahm sprach Redakteurin Caroline Weißert.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Unterwegs gemeinsam mit meinen Freunden. Ich sitze in meiner Freizeit nicht gerne einfach nur zu Hause rum – da bin ich ein Zigeuner.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Da ich erst seit Dezember in Güstrow lebe, gehe ich noch auf Entdeckungstour durch die Stadt.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In meinem Büro in der Gleviner Straße. Die Arbeit ist meine Leidenschaft.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe Mitschülern für fünf Mark die Haare geschnitten – keiner hat sich beschwert.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Turnschuhe. Es gab damals blaue von Adidas, die musste ich unbedingt haben. 120 Marke haben sie mich gekostet.

Was würden Sie gerne können?
Singen. Man kann ja eigentlich alles lernen, aber darin bin ich eine totale Niete.

Was stört Sie an anderen?
Egoistisches Verhalten. Damit kommt man im Leben nicht weit, besonders nicht als Chef. Das Miteinander ist wichtig – man muss seine Kollegen mitreißen.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Mein dreijähriger Enkel meinte am Sonntag: „Wenn der Osterhase endlich weg ist, wird sein neuer Bruder geliefert“.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Einen 4000-Meter-Tandem-Fallschirmsprung trotz Höhenangst im letzten Jahr mit meinen Männern. Ich hatte ihn eigentlich für meine Schwiegertochter gebucht und als die absagen musste, hab ich den Platz eingenommen. Das muss man echt nicht machen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Die Generation unserer Großmütter. Die haben so viel geleistet: Wiederaufbau mit kleinen Kindern und dem Mann im Krieg. Meine Großmutter hat alleine mit drei kleinen Kindern über einem Stall gelebt – das sind die wahren Helden.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Im Moment habe ich leider keine Lust nach Feierabend zu lesen.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die Comedyserie „Little Britain“. Das ist britischer Humor, bei dem ich wunderbar abschalten kann.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Ich habe drei Söhne, also beim Fußball. Da war ich stets Fahrdienst, Fanklub und Krankenschwester.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Wen man wirklich treffen will, den trifft man auch. Ich möchte gerne aml einem 18-Ender-Rothirsch begegnen.

Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Traditionelle Hausmannskost. Ein Lieblingsgericht habe ich da nicht – ich bin nicht wählerisch.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Led Zeppelin mit „Stairway to Heaven“. Eine witzige Geschichte: Ich habe das Lied vor Jahren an einer Bushaltestelle gehört und fand es so toll, dass ich es zu Ende hören musste und so den Bus verpasste.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An einen Strauß Gänseblümchen zur Geburt meines ersten Sohnes von meinem Vater.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich lebe meinen Traum und bin mehr als nur zufrieden.

Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Professor Dr. Benno Pubanz als „Lexikon von Güstrow“.

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