Schlechtes Weihnachtsgeschenk : IB-Jugendhaus doch dicht?

Robin und Felix Zimmermann waren gestern die Ersten, die vom Weihnachtsmann ihre Geschenke erhielten. Nicole Zimmermann (r.) und Martina Baumann, scheidende Sozialarbeiterin, assistierten dem Weißbart.
Robin und Felix Zimmermann waren gestern die Ersten, die vom Weihnachtsmann ihre Geschenke erhielten. Nicole Zimmermann (r.) und Martina Baumann, scheidende Sozialarbeiterin, assistierten dem Weißbart.

Nach Stadtvertreterbeschluss Kostenfrage ab Januar nicht geklärt

svz.de von
21. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Die lustige Stimmung gestern Nachmittag im IB-Jugendhaus bei der Weihnachtsfeier der Kinder und Jugendlichen war nur äußerlich. Innerlich grummelte es bei ihnen wieder, denn es ist doch nicht sicher, dass das Haus ab Januar weiter öffnet.

Zur Erinnerung: Die Stadtvertretung hatte am 5. Dezember beschlossen, dass die Einrichtung bis 30. Juni 2014 geöffnet bleibt und in der Zeit ein neuer Jugend-Treff in der Nordstadt gefunden wird. Das ist nun wieder vakant, obwohl Stadt und IB nach einem ersten gemeinsamen Gespräch sagen, dass sie das nicht bestätigen können. Es stimmt auch, so IB-Einrichtungsleiter Frank Tschiesche, dass das IB weiter in der Verantwortung ist, weil die Stadtvertretung den vom IB einseitig gekündigten Miet- und Pachtvertrag nicht anerkannt hat. „Aber wer die Kosten trägt, hat mir noch keiner gesagt“, so Tschiesche. Und weiter: „Ich kann daher die Frage, ob das Haus am 2. Januar öffnet oder nicht, nicht beantworten. Aus moralischen Gründen möchte ich es, aus betriebswirtschaftlichen geht es bis jetzt nicht.“ Der IB-Leiter erklärt aber weiter, dass er bis 30. Dezember mit einer Antwort rechne, weil sich bis dahin der IB und die Stadt weiter verständigen wollen. Tschiesche hofft daher, dass es 2014 weiter geht. Die SVZ-Frage, ob die Jugendlichen nicht schon seit Mai verschaukelt würden und der IB von vornherein vor hatte, das Haus zu schließen, verneinte Tschiesche kategorisch. Er beklagt eher, dass das eine politische Entscheidung gewesen sei, eine frühzeitige Information gefehlt und sich keiner gekümmert habe. Nur dank des Einsatzes der Kinder und der Diskussion in der SVZ sei das Thema öffentlich geworden.

Tobias Spott, Sprecher der jungen Leute, sagte gestern in der weihnachtlichen Atmosphäre den entscheidenden Satz: „Ich bin gespannt, ob das Jugendhaus am 2. Januar, 13 Uhr, seine Türen für uns öffnet.“

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