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Laager verärgert wegen Hundekot : Hundetoiletten - der zweite Versuch

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Im Landes- und im Bundesvergleich rangiert Laage weit vorn, wenn es um die Zahl der Hunde im Vergleich zu der Anzahl der Einwohner geht. In der Stadt kamen 2010 mit 439 gemeldeten Tieren auf 1000 Einwohner 78 Hunde.

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erstellt am 27.Apr.2012 | 07:53 Uhr

Laage | Im Landes- und im Bundesvergleich rangiert Laage weit vorn, wenn es um die Zahl der Hunde im Vergleich zu der der Einwohner geht. In der Stadt kamen 2010 mit 439 gemeldeten Tieren auf 1000 Einwohner 78 Hunde. Damit liegt man weit über dem Durchschnitt von 34 Hunden pro 1000 Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern. Des Menschen treuer Weggefährte sorgt aber nicht nur für Freude, sondern immer wieder auch für Ärger. Zwar ist jeder Hundehalter verpflichtet, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners wegzuräumen, das aber funktioniert nicht immer. Jetzt will die Stadt es noch ein zweites Mal mit der Aufstellung von Hundetoiletten versuchen, informierte Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst die Stadtvertreter in dieser Woche, und hofft, dass es sauber wird in der Recknitzstadt

Wenn der Hund der einzige Freund und Begleiter ist…

Die Hundesteuer, so berichtete Lochner-Borst, sei eigentlich ein Instrument, mit deren Hilfe die Zahl der Hunde in Grenzen gehalten werden sollte. "Aber wenn der Hund der einzige Freund und Begleiter ist …", fügt die Bürgermeisterin hinzu. Leider würden sich viele Hundehalter nicht um den Dreck, den ihre Tiere auf öffentlichen Wegen und Plätzen machen, scheren. Immer wieder gebe es insbesondere von Nicht-Hundehaltern Klagen über den Zustand von Wegen in der Stadt. Jetzt will die Stadt drei Hundestationen aufstellen. Die Standorte seien noch nicht benannt. Dabei, so muss Lochner-Borst einräumen, ist nicht sicher, ob sich die Situation damit verbessert. Deshalb appelliert sie schon vorab an alle Laager, gemeinschaftlich darauf zu achten, dass sie auch erhalten bleiben.

Schon vor zehn Jahren gab es in Laage und in Kronskamp Hundetoiletten. Entnervt waren sie irgendwann wieder abgebaut worden. Die Tüten für die tierische Hinterlassenschaft fehlten immer. Die Hundestationen wurden beschmiert und beschädigt. Immer wieder musste repariert werden, bis man aufgab. Nun soll ein zweiter Versuch gestartet werden. Das, so informierte Laages Bürgermeisterin, koste die Stadt rund 1300 Euro. Will man die Stadt sauberer haben, müsse man das Geld aufwenden.

Doch damit nicht genug der Bemühung um eine saubere Stadt: Tüten sollen auch im Bürgerbüro des Rathauses und möglichst auch in einigen Geschäften erhältlich sein. Der Handels- und Gewerbeverein sei um Hilfe gebeten worden. Vorsitzende Annette Stern kennt das Problem in der Stadt, will aber noch keine Zusage geben. Man wolle auf der nächsten Vorstandssitzung dazu beraten. Hundebesitzer seien z.B. oft spät abends unterwegs. Tüten, die in Geschäften erhältlich sind, wären dann keine Lösung, denkt Stern laut nach.

Achtern Wall und Friedhofsweg voller Häufchen

Die Wege, die von Hundebesitzern mit ihren Vierbeinern gern benutzt werden, sind in Laage bekannt. Sinnvoll wäre eine Hundestation wie vor zehn Jahren sicher im Bereich von Goethestraße und Friedhofsweg. Hier wird der Randstreifen ausgiebig "gedüngt" (siehe Foto). Aber auch der Weg Am Achtern Wall zwischen Paul-Lüth-Straße und DRK-Seniorenzentrum ist ganz bestimmt ein bevorzugter Spazierweg für Hund und Herrchen. 15 Haufen - gestern gezählt - zeugen von einer hohen Frequentierung. Eine Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.

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