Tierbesuchsdienst : Hund Arron ein toller Altenpfleger

Hund Arron, Pflegerin Viola Buder und Adelbert Becker sind schon fast ein Team.
Hund Arron, Pflegerin Viola Buder und Adelbert Becker sind schon fast ein Team.

Tierbesuchsdienst im DRK-Seniorenzentrum Güstrow - Positive Auswirkungen von Tieren besonders auf an Demenz erkrankte Menschen

svz.de von
01. September 2015, 06:00 Uhr

Wenn Pfleger Arron kommt, lebt Adelbert Becker richtig auf. Der 85-jährige ist einer von 44 Bewohnern im DRK- Seniorenzentrum „Viertes Viertel“ in der Hollstraße in Güstrow. Einmal im Monat bekommt er Besuch von Berner Sennenhund Arron. „Frauchen“ Ines Rosahl, seit einigen Jahren Züchterin vom Schröders Hof in Ruchow, besucht mit dem Tier seit Februar regelmäßig die Güstrower Einrichtung. Der Tierbesuchsdienst kommt bei den Bewohnern gut an.

„In einem Seminar für pflegende Angehörige habe ich von den positiven Auswirkungen von Tieren auf ältere Menschen und besonders von Pflegeheimbewohnern erfahren. Tiere geben den Senioren ein Gefühl der Geborgenheit und körperlicher Nähe geben. Besonders an Demenz erkrankte Menschen profitieren von dem Kontakt mit den Tieren“, weiß auch Betreuungsassistentin Viola Buder. „Sie zeigen oftmals unerwartete emotionale Reaktionen.“ Zunächst als Versuch gestartet hat sich der Tierbesuchsdienst der engagierten Ehrenamtlerin zu einem festen Bestandteil im Beschäftigungs- und Betreuungsangebot der Einrichtung etabliert.

Adelbert Becker war früher Polizist und Hundeführer in Güstrow und hatte daher immer viel mit Hunden zu tun. Er freut sich jedes Mal besonders über den Besuch von Arron. Die Nähe durch Streicheleinheiten, Spielchen und Leckerlis sind für ihn sowie auch für den Hund schön. Der knapp über ein Jahr alte Berner Sennenhund wird für den Seniorenkontakt extra trainiert. „Er muss gut auf mich hören und immer ruhig bleiben“, erklärt Ines Rosahl. „Ich muss erst die Reaktion des Bewohners abwarten, um zu wissen, wie der Hund sich verhalten soll.“

Nach einem halben Jahr monatlichen Besuchens kennt Arron sich bereits gut aus in dem Pflegeheim und versteht sich besonders gut mit dem ehemaligen Hundeführer. Ines Rosahl und Viola Buder sind sich einig: „Die Verbindung zwischen Mensch und Tier basiert auf gegenseitiger Zuneigung und wird daher auch weiterhin eine wichtige Rolle im Alltagsleben der Bewohner des DRK-Seniorenheimes spielen.“

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