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Tote Hühner : Hühnerdieb wirft tote Tiere in Wald

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Revierförster findet in Bützow gestohlenes Federvieh

Einen grausigen Fund macht gestern Vormittag Ewald Papendorf in einem Wald kurz hinter Steinhagen. Zehn tote Hühner liegen dort im Moos. Und mittendrin ein Hahn, der sich noch bewegt – und den der Jäger von seinen Leiden befreien muss.

„Ich komme ja viel im Wald herum“, sagt der Revierförster i.R. aus Schlemmin. Er habe extra in seinem Auto eine Wanne stehen, in die er den Müll einsammelt, den er im Wald findet. Flaschen, Papier, Autoreifen usw. „Doch so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt der 80-jährige, als er sich mit der Schweriner Volkszeitung vor Ort trifft.

Papendorf, der noch als Verwalter für den Waldeigentümer regelmäßig im Einsatz ist, hat die toten Tiere am Vormittag gegen 10 Uhr gefunden. „Wir machen hier Holz, deshalb ist auch die Schranke zum Wald offen“, erklärt er. „Ich habe mich gewundert, was dort liegt. Als ich näher kam, hob der Hahn den Kopf, wollte wohl flüchten. Ich musste ihn dann ,erlegen’.“ Bei den meisten der zehn Hühner fehlte der Kopf. Die Tiere waren vermutlich in einem blauen Plastiksack transportiert worden, der ein paar Meter weiter liegt.

Noch aus dem Wald ruft unsere Zeitung im Bützower Polizeirevier an. Von dort die Information: zwölf Hühner und ein Hahn wurden am Montag aus einer Gartenanlage in Bützow gestohlen. Die Polizei kommt sofort vor Ort, schaut sich die Sache aus der Nähe an, nimmt alles auf. Doch was soll mit den toten Tieren passieren? „Können Sie die fachgerecht entsorgen“, fragen die Polizisten den Jäger. Ewald Papendorf ist sich nicht ganz sicher, ob er sie zum Beispiel einfach vergraben darf. „Ich weiß ja nicht, ob sie eine Krankheit haben. Und wenn hier Hunde rumlaufen und die Tiere dann ausbuddeln, schleppen sie die Krankheit vielleicht ins Dorf“, gibt er zu bedenken. Die Polizei nimmt Kontakt mit dem Veterinäramt des Landkreises auf. Die geben grünes Licht. Es gebe seit Jahren hier im Revier keine Seuchen. Und so können die Tiere vor Ort vergraben werden. Die Polizei jedoch sucht Zeugen, die möglicherweise etwas zu diesem Diebstahl sagen können.

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