Krakower See : „Hüdenhus“ sucht neuen Pächter

Das „Hüdenhus“ steht leer, alle Speisekarten sind eingesammelt. Jetzt geht es darum, bis zur Saison einen neuen Pächter zu finden, denn eine leere Gaststätte direkt am See macht keinen guten Eindruck für Krakow am See.
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Das „Hüdenhus“ steht leer, alle Speisekarten sind eingesammelt. Jetzt geht es darum, bis zur Saison einen neuen Pächter zu finden, denn eine leere Gaststätte direkt am See macht keinen guten Eindruck für Krakow am See.

Krakow am See: Yvonne Möller lehnt zweijährige Verlängerung ab / Stadtvertretung stimmt über Pachtvertrag am 11. März ab

svz.de von
06. März 2014, 06:00 Uhr

Das „Hüdenhus“ in Krakow am See an der Seepromenade steht leer und sucht einen neuen Pächter. Guido Thies, Geschäftsführer der Bimes Binnenfischerei Krakow am See und Pächter, erklärt: „Wir arbeiten dran, im Interesse der Krakower, der Stadt und der Touristen. Es stehen auch einige Interessenten bereit. Aber es scheiterte bisher an der Länge der Pachtzeit. Die beträgt nur zwei Jahre bis Ende 2015.“


Bisherige Pächterin will verzichten


Diese zweijährige Bindung ist es auch, die die bisherige Pächterin Yvonne Möller als Grund nennt, auf ein weiteres Pachtverhältnis zu verzichten. „Das Risiko ist mir zu groß, denn ich weiß nicht, was nach diesen zwei Jahren kommt“, sagt sie. Denn in der Tat sind die zwei Jahre anscheinend die Krux. Sie bedauert es auch deshalb besonders, weil sie Anfang 2010 mit viel Elan gestartet war.

Zur Erklärung: Das „Hüdenhus“ bzw. das gesamte Gelände der Binnenfischerei an der Seepromenade und der See gehören der Stadt. Die hat mit Thies einen zehnjährigen Pachtvertrag abgeschlossen, der das Betreiben des „Hüdenhuses“ einschließt. Dieser Vertrag endet für Thies Ende 2015. Der sagt daher: „Ich kann Frau Möller und auch keinem anderen das ,Hüdenhus’ länger verpachten wie ich das Gelände von der Stadt gepachtet habe.“ Stimmt, hat aber die Folge, dass Pacht-Nachfolger genau wie Frau Möller bisher keinen Pachtvertrag unterschrieben haben, weil die Zeit zeit zu kurz ist.

Bürgermeister Wolfgang Geistert ist mit der gegenwärtigen Situation verständlicherweise auch nicht zufrieden, ist doch das „Hüdenhus“ in einer Krakower 1a-Lage besonders für Touristen eine gute Adresse. Aber auch für die Krakower. Denn die von Yvonne Möller immer wieder gern empfohlene Krakower Fischplatte mit Zitronen-Butter-Soße, Salzkartoffeln, Salatteller und natürlich den Krakower Maränen war ein Renner.

Der Bürgermeister prescht daher für eine Lösung vor. In der Stadtvertretersitzung am 11. März wird er deshalb einen Beschluss mit zwei Varianten vorlegen: mit der vorfristigen Kündigung des zehnjährigen Pachtvertrages und mit dem Sonderkündigungsrecht, wenn nach einem halben Jahr kein Pächter für das „Hüdenhus“ gefunden ist.

Eine Frage bleibt trotzdem offen: Warum wurde der Pachtvertrag mit Yvonne Möller 2010 nicht von vornherein bis Ende 2015 geschlossen? Dann gäbe es das jetzige Problem nicht. Yvonne Möller sagt, dass das damals kein Thema gewesen sei und sie gibt auch zu, dass sie das nicht angesprochen hat. Auch Guido Thies räumt ein, dass das ein Fehler gewesen sei, der hätte behoben werden können, auch wenn damals noch ein anderer Inhaber eine Rolle spielte.


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