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Christoph 34 : Hubschrauber-Einsatz am Klinikum live miterlebt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gestern Tag der offenen Tür am Luftrettungszentrum Christoph 34 in Güstrow

Der Tag der offenen Tür am Luftrettungszentrum Christoph 34 in Güstrow hatte gerade begonnen, da konnten die zahlreichen Besucher einen Liveeinsatz erleben. Die für den Hubschrauber zuständige Bundespolizei hatte für den Tag einen zweiten Helikopter geschickt, um Einsätze während der Besichtigungszeit zu gewährleisten. Der „Stellvertreter“ wurde auch tatsächlich für einen Notfall angefordert und musste danach aufgetankt werden. Erst als er auf der Nachbarwiese abgestellt war, konnte der Besucherverkehr im Luftrettungszentrum am KMG-Klinikum fortgesetzt werden.

Vor 25 Jahren, im November 1992, wurde Christoph 34 in Dienst gestellt, damals noch neben dem alten Krankenhaus in der heutigen Feuerwehrtechnischen Zentrale. „Die primäre Aufgabe von Christoph 34 besteht darin, im Bedarfsfall einen Notarzt schnell an den Einsatzort zu bringen. Ist es medizinisch erforderlich, kann der Patient auch in ein Krankenhaus transportiert werden“, sagt Jörg Schwank, der stationsverantwortliche Pilot für die Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg. Die Besatzung des Hubschraubers wird von verschiedenen Partnern gestellt. Die Bundespolizei sorgt für den Piloten und ist für den Hubschrauber, seine Wartung und einen möglichen Austausch verantwortlich. Das KMG-Klinikum stellt den Notarzt, während der Dritte im Bunde, der Notfallsanitäter, von der DRK-Rettungsdienst gGmbH Güstrow kommt. „Der Notfallsanitäter unterstützt den Piloten, weswegen für diesen Job auch eine Zusatzausbildung erforderlich ist“, erzählt Christian Bömert, der seit fast zehn Jahren als Notfallsanitäter arbeitet. „Geflogen wird von 7 Uhr bis Sonnenuntergang, aber längstens bis 21.30 Uhr, um vorgeschriebene Ruhezeiten einzuhalten“, ergänzt er.


Kinder fragen Löcher in den Bauch


Derweil ist Pilot Schwank vor dem Eurocopter, dem aktuellen Hubschrauber des Luftrettungszentrums, von Schul- und Kitakindern umringt, die ihn Löcher in den Bauch fragen. Und Schwank antwortet geduldig: dass der Hubschrauber schon 90 Sekunden nach der Alarmierung gestartet wird, dass er eine Geschwindigkeit von 230 km/h entwickelt, dass er einen Einsatzradius bis 70 Kilometer um den Standort abdeckt und dass er knapp zehn Minuten braucht, um von Güstrow nach Rostock zu fliegen. Übers Jahr wird Christoph 34 zu etwa 1000 Einsätzen gerufen.

An einem Stand in der Halle machte Dr. Christian Loeseken, als Notarzt auf dem Hubschrauber im Einsatz, mit dem von ihm geleiteten Förderverein des Luftrettungszentrums bekannt. „Wir unterstützen die Luftretter bei Ausrüstung und Weiterbildung und leisten Öffentlichkeitsarbeit für Christoph 34“, erläuterte er einige Aufgaben des 2010 gegründeten gemeinnützigen Vereins.  


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