Fusion: Tourismusverbände Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte : Hotelchefin sieht gute Chancen für Tourismus

Foto: dpa
1 von 2
Foto: dpa

Mit dem Gedanken einer Fusion der Tourismusverbände Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte kann sich Claudia Schaffhausen, Geschäftsführerin des Schloss-Hotels Gremmelin, anfreunden: "Das ist ein richtiger Weg."

svz.de von
25. Juni 2012, 09:59 Uhr

Teterow/Gremmelin | Mit dem Gedanken einer Fusion der Tourismusverbände Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte kann sich Claudia Schaffhausen, Geschäftsführerin des Schloss-Hotels Gremmelin, anfreunden. "Das ist ein richtiger Weg. Die Kleinteiligkeit der Verbandsstrukturen geht mir seit Jahren auf den Kranz", räumt die Fachfrau unumwunden ein.

Dabei verweist sie darauf, dass sie Mitglied nicht nur im Verband Mecklenburgische Schweiz ist, sondern ebenso in Güstrow und Krakow am See. Das koste insgesamt viel Geld, die Wirkung dagegen bleibe beschränkt. "Die Kunden wollen nicht viele Kataloge, sondern einen Überblick über eine Region, wo sie dann ganz nach ihren individuellen Wünschen auswählen können", schildert Claudia Schaffhausen ihre Erfahrung.

Insofern würde sie es begrüßen, wenn "Schweiz" und "Seenplatte" am Markt gemeinsam agieren. Das könnte das Landesinnere deutlich stärken, das touristisch noch zu sehr im Schatten der Küste und der Inseln liege. Wichtig ist der Hotelchefin aus Gremmelin allerdings, dass man dabei nicht hinter den erreichten Stand zurückfalle. Mit dem Angebot "Gutshäuser und Schlösser" beispielsweise sei ein Produkt etabliert, dass sich am Markt bewährt. So etwas müsse gepflegt und weiterentwickelt werden und dürfe nicht im Zuge einer Fusion untergebuttert werden.

Claudia Schaffhausen macht deutlich, dass es bei der Neuformierung des Verbandes in neuer Struktur vor allem auf die Inhalte ankomme. Um die neue Strategie zu realisieren, bedürfe es zweitens fachlich versierter Leute. Keinen Zweifel lässt sie aufkommen hinsichtlich der Verpflichtung auch des Landkreises Rostock, sich an der Finanzierung des Verbandes zu beteiligen. Das sei eine Form der Wirtschaftsförderung. Da müsse man allen das Gleiche zubilligen, egal in welchem Verband sie organisiert sind.

Das finanzielle Engagement des Landkreises Rostock für den hiesigen Tourismusverband in der Zukunft will auch Teterows Bürgermeister Reinhard Dettmann bei seiner nächsten Begegnung mit Landrat Thomas Leuchert ansprechen. Aus seiner Sicht hat sich der Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz einen respektablen Status erarbeitet. "Wenn es denn auf eine Fusion hinausläuft, kann das nur auf gleicher Augenhöhe erfolgen. Beide Verbände sollten sich bewusst sein, dass jeder etwas einzubringen hat", so der Bürgermeister.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen