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Wiedereröffnung : Hotel „Stadt Güstrow“: jetzt kann investiert werden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mit Zwangsversteigerung Grundbuch bereinigt / Wiedereröffnung des Traditionshauses im Herbst angepeilt

von
erstellt am 10.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Jetzt steht einer Wiedereröffnung des traditionsreichen Hotels „Stadt Güstrow“ am Markt finanziell nichts mehr im Wege. Mit der kürzlich erfolgten Zwangsversteigerung vor dem Amtsgericht Güstrow konnte das Grundbuch bereinigt werden, Voraussetzung für zukünftige Investitionen (SVZ berichtete). Die BAG-Bank, der das Gebäude im Güstrower Zentrum gehört, hat das Hotel selbst ersteigert. Verkehrswert: 2,6 Millionen Euro.

Investitionssicherheit durch Grundbuchbereinigung. „Jetzt haben wir freie Bahn“, sagte gestern Felicitas Schmidt auf SVZ-Nachfrage. Sie ist bereits vor Ort als Direktorin des Hotels „Stadt Güstrow“ von der Voyage-Hotelgruppe, einer 100-prozentigen Tochter der BAG, eingesetzt worden und leitet das „Pre-Opening-Büro“. „Alles läuft nach Plan. Allerdings kämpfen wir noch mit dem Brandschutz und den bürokratischen Auflagen. Die geplante Eröffnung im ersten Halbjahr wird deshalb schwer. Wir peilen den Herbst an“, sagt sie.

„Es war zu erwarten, dass die BAG das Hotel ersteigert. Erst jetzt können sie anfangen, nachdem die Finanzen geklärt sind“, so Detlef Hertzsch, Güstrower Hotelier und ehemaliger Pächter des „Stadt Güstrow“. Er geht fest von einer Wiedereröffnung aus. Seine Prognose: „Die BAG wird das Hotel einige Jahre betreiben, damit sie vernünftige Zahlen aufweisen können und das Haus dann verkaufen.“ Es sei Auftrag der BAG, Investoren bzw. Käufer zu finden.

Die geplante Wiedereröffnung ist für ihn ein positives Signal und „ein großer Gewinn für Güstrow“. Wenn das Hotel funktioniere, werde die Innenstadt dadurch belebt. „Seitdem das Hotel geschlossen ist (seit zweieinhalb Jahren – die Red.) kränkeln auch die Einzelhändler. Es ist keine Bewegung mehr da“, sagt Hertzsch. Güstrow vertrage seiner Meinung nach zwei Vier-Sterne-Hotels, womit er auf das „Kurhaus am Inselsee“ anspielt, weil die Stadt über wichtige touristische Anziehungspunkte verfüge. Allerdings müsse auch das Stadtmarketing noch offensiver werden, um so ein Hotel im Zentrum langfristig zu erhalten.

„Innenstadt und Einzelhandel werden belebt. Das ist für uns alle gut“, findet auch der Güstrower Hotelier Olav Paarmann eine Wiedereröffnung des „Stadt Güstrow“ gut für die Stadt. Das Hotel ziehe Urlauber an und bringe Kaufkraft. Natürlich sei ein weiteres Hotel auch Konkurrenz für sein Gästehaus und Hotel am Schlosspark, aber: „Als das ,Stadt Güstrow’ geschlossen hat, habe ich kaum Zuwächse gehabt. Wenn durch die Wiedereröffnung mehr Leute nach Güstrow kommen, profitiere ich auch davon.“

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