Sterbebegleitung : Hospizhelfer gesucht

Sabine Büssow (l.) und Manuela Engler vor dem Haus der Caritas in dem der ambulante Hospizdienst seinen Sitz hat.
Sabine Büssow (l.) und Manuela Engler vor dem Haus der Caritas in dem der ambulante Hospizdienst seinen Sitz hat.

Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer beginnt April 2016 / Infoabend: 19. November

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11. November 2015, 06:05 Uhr

„Was ein Mensch im Sterben braucht, ist gute palliative Pflege, eine schmerzlindernde Behandlung und eine Seelsorge-Begleitung. Da halte ich es ganz mit dem Caritaspräsidenten Neher“, sagt Sabine Büssow, die zusammen mit Manuela Engler den Ambulanten Hospizdienst „Christophorus“ leitet und nimmt damit Bezug auf das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe, die der Bundestag in der vergangenen Woche in einem entsprechenden Gesetz verankert.

Der Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter, die vor Ort wohnen und dort auch Sterbebegleitungen übernehmen können, könne auch als Antwort verstanden werden auf die Frage nach aktiver Sterbehilfe oder ärztlich assistiertem Suizid. Wenn die Menschen bis ans Lebensende gut umsorgt begleitet werden, stellt sich die Frage nach einem früheren Abschiednehmen oft gar nicht, betont Sabine Büssow. Um dies auch in Zukunft gewährleisten zu können, werden ehrenamtliche Hospizhelfer gesucht. Interessenten wird eine Ausbildung ab April 2016 in Güstrow und Teterow angeboten. Diese gliedert sich in Grundkursus, Praxisphase und Vertiefungskursus und erstreckt sich dann über insgesamt 100 Stunden bis November 2016 und ist verteilt auf mehrere Wochenenden und einzelne Abendtermine.

Zu einem Informationsabend über eine Ausbildung als ehrenamtlicher Hospizhelfer wird am Donnerstag, dem 19. November, um 18 Uhr nach Teterow, ins Pflegeheim St. Ansgar, Niels-Stensen-Straße 27, eingeladen. Wer sich für die Aufgabe interessiert, Menschen auf ihrer letzten Wegstrecke zu begleiten, ist dazu willkommen. Ansprechpartner ist Manuela Engler, die unter Telefon 03843/721370 oder per Mail unter hospiz-guestrow@caritas-mecklenburg.de zu erreichen ist.

Der sehnlichste Wunsch vieler schwerkranker und sterbender Menschen ist es, die letzte Wegstrecke nicht allein verbringen zu müssen aber auch, in der eigenen vertrauten Umgebung bleiben zu können. Nicht zuletzt durch die Besuche ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes ist dies möglich, denn sie bringen in dieser schweren Situation durch ihr Zuhören und ihr Dasein Entlastung und Hilfe für die Betroffenen und deren Angehörige.

Immer mehr Menschen nehmen dankbar die Hilfe des ambulanten Hospizdienstes in Anspruch. Die Mitstreiter des ambulanten Hospizdienstes leisten ihren Dienst vornehmlich in der eigenen Häuslichkeit der Betroffenen aber auch in Pflegeheimen und bald auch im Krankenhaus. Die hauptamtlichen Koordinatorinnen Sabine Büssow und Manuela Engler führen die Gruppe der Hospizhelfer und leisten Beratung und koordinieren die Einsätze. Derzeit laufen in Güstrow und Teterow 14 Sterbebegleitungen.

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