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Güstrower Anzeiger

17. November 2017 | 22:35 Uhr

Orgelklang : Holzwurm zum Fest vergrault

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Orgel in Suckower Dorfkirche rechtzeitig zum Weihnachtsfest saniert / Morgen erklingt Instrument erstmals bei Gottesdienst

Morgen um 14 Uhr startet die Pfarrgemeinde Güstrow mit einem Gottesdienst mit Krippenspiel in der Dorfkirche in Suckow in die heiße Phase der Weihnachtszeit. Gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest ist jetzt auch die Orgel in der kleinen Kirche nach zweimonatiger Sanierung fertig geworden. Morgen ist die gereinigte und überarbeitete Orgel erstmals zu hören.

Auf insgesamt beliefen 12 000 Euro beliefen sich die Kosten für die Frischekur der Orgel. Die Orgel „Friese III“ wird vielleicht noch schöner klingen, als sie es bisher tat, wenn Angelika Ohse am Sonntag darauf spielen wird. Dafür haben auch Andreas Arnold als Orgelbaumeister und Michael Helterhoff als Mitarbeiter der Orgelbaumfirma ihr Möglichstes getan. Die beiden waren am Donnerstag noch einmal in der Kirche, um die letzten Arbeiten zu verrichten und das Instrument zu stimmen.


Innenpfeifen original nachgebaut


„Wir haben die Orgel grundlegend gereinigt, punktuell den Holzwurm beseitigt und die verbrauchten Beläge erneuert“, erzählt Andreas Arnold. Aber auch die Holzwurmlöcher an den Holzpfeifen wurden geschlossen und die Prospektpfeifen farblich aufgefrischt. „Von den Innenpfeifen waren 26 nicht original, diese habe wir originalgetreu nachgebaut“, sagt der Orgelbaumeister weiter. Möglicherweise waren diese kaputt oder gestohlen worden und sind eben durch keine Originale ersetzt worden.

1863 wurde die Orgel gebaut, mit 236 Pfeifen. Andreas Arnold lobt die Qualität dieses Instrumentes. „Sie ist sehr solide gebaut und langlebig“, sagt der Fachmann. Nach Aufzeichnungen soll sie in den 1970er-Jahren letztmalig gereinigt und überarbeitet worden sein. Nun ist auch alles wieder schick und sauber und die Orgel kann in den nächsten Jahrzehnten ihren Dienst in der Kirche tun.

Das allerdings passiert derzeit nur dreimal im Jahr, wenn die Pfarrkirche als zuständige Gemeinde hier Gottesdienste abhält. „Dennoch ist es ein deutliches Zeichen von uns, dass wir uns auch um die Orgel einer Kirche kümmern, in denen nicht so oft ein Gottesdienst stattfindet“, sagt Matthias Ortmann. Im Gottesdienst zu Ostern soll die Orgel dann feierlich eingeweiht werden.

Zum morgigen Gottesdienst ist Kantorin Angelika Ohse ebenso wie Pastor Matthias Ortmann schon gespannt. „Es ist gut, wenn die Orgel gut und sauber klingt“, freut er sich.  



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