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Bürgermeisterwahl Laage : Holger Anders will ins Laager Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Suchen nach einem neuen Bürgermeister in der Recknitzstadt nimmt nach anfänglichen Spekulationen nun ernsthaft Fahrt auf.

von
erstellt am 13.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Heute ist ihr letzter Arbeitstag im Laager Rathaus. Am Mittwoch tritt Ilka Lochner ihren neuen Arbeitsplatz in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund in Berlin an und wird Leiterin dieser Dienststelle. Wer aber wird ihr im Amt nachfolgen? Nach wochenlangem Rätselraten und allerlei Gerüchten wagt sich mit Holger Anders (42/FDP) ein erster Anwärter auf das Bürgermeisteramt aus der Deckung.

„Ich würde dieses Amt gern einnehmen. Laage ist eine reizvolle Stadt“, erklärt Anders. Handwerk, Gewerbe und Sport hätten einen gewichtigen Stellenwert in der Kleinstadt, benennt der 42-Jährige Themen, die auch ihm wichtig seien, in denen er sich zu Hause fühle. Holger Anders stammt aus Liessow und wohnt in Neu Heinde. Er war Bürgermeister in Liessow bevor Stadt und Gemeinde 2004 fusionierten. Als es in Diekhof weder Bürgermeister noch Gemeindevertretung gab, fungierte der Diplom-Kaufmann als Beauftragter. Er arbeitete für die FDP als Referent im Landtag und ist derzeit Geschäftsführer einer Kreistagsfraktion im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Ein neuer Bürgermeister in Laage soll zusammen mit der Bundestagswahl am 24. September bestimmt werden, so ist es beantragt. Bis 75 Tage vor dem Termin können Kandidaten benannt werden. Also noch kein Grund zur Hektik, meint u.a. Alfons Hütten. Nach anfänglicher Ratlosigkeit, so der Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Laager Stadtvertretung, gebe es inzwischen „einige Ideen“. Es sei aber noch unsicher, ob daraus eine Kandidatur wird, schränkt Hütten ein. Es sei schwierig jemanden zu finden. Noch im Februar werde der CDU-Regionalverband dazu beraten, kündigt Hütten an. Wenn die CDU einen Kandidaten kürt, dann müsse es jemand sein, der auch die Chance hat, die Wahl zu gewinnen, formuliert Hütten den Anspruch der Christdemokraten.

Auch von der SPD hört man jetzt von einem möglichen Kandidaten. Die Krux: „Er muss noch überzeugt werden“, gesteht Fraktionsvorsitzende Vera Felker und lässt sich noch entlocken, dass es sich nicht um einen Laager handelt. Er komme von auswärts.

„Wir sind auf der Suche, aber in Laage selbst ist es schwierig“, gesteht Linke-Fraktionsvorsitzende Karin Schmidt. Die Linke sei auch bereit jemanden aus den anderen Parteien zu unterstützen. So recht aber wage sich noch niemand aus der Defensive. Sie bedauere, dass sich aus dem Rathaus mit drei Geschäftsbereichsleiterinnen heraus niemand kandidieren möchte. Wichtig sei der Linke-Fraktion, dass man auch unter einem neuen Stadtoberhaupt bei unterschiedlichen Auffassungen zu Themen miteinander und nicht gegeneinander arbeiten könne, Parteiengezänk dabei außen vor bleibe.

„Uns fällt keiner ein“, macht Wolfgang Boldt, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Ortsteile Laage, es kurz. Als Problem sieht er die Hauptamtlichkeit. „Da müsste jemand seine jetzige Arbeit aufgeben“, betont Boldt. Die Wählergemeinschaft wünscht sich von einem neuen Bürgermeister einen offenen und ehrlichen Umgang mit den Stadtvertretern, so, wie man es in Laage gewohnt sei.

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