Schulsanierung Güstrow : Hoffnung für Müntzerschule

Triste Atmosphäre: Hinter dem eigentlichen Schulgebäude der Thomas-Müntzer-Schule in der Wendenstraße ragen die Container in die Höhe, in denen die Schüler mehr schlecht als recht beschult werden.
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Triste Atmosphäre: Hinter dem eigentlichen Schulgebäude der Thomas-Müntzer-Schule in der Wendenstraße ragen die Container in die Höhe, in denen die Schüler mehr schlecht als recht beschult werden.

Sanierung der maroden Güstrower Schule und Abriss des Schulcontainers könnten 2016 beginnen – doch es gibt Hürden

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01. Juli 2015, 06:00 Uhr

Lange wurden die Schüler und Lehrer der Güstrower Thomas-Müntzer-Schule hingehalten, immer wieder wurden sie vertröstet. Doch jetzt könnten die lange hinausgezögerte Komplettsanierung des Schulgebäudes und der Abriss des maroden Schulcontainers endlich auf den Weg gebracht werden. „Wenn alle die Sanierung wollen und vor Ort an einem Strang ziehen“, schränkt Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, ein.

Der Hauptausschuss der Stadtvertretung empfahl jetzt, die baufachliche Prüfung für die Schulsanierung zu beauftragen. „Eine wichtige Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln, egal welchen Fördertopf wir anzapfen wollen“, sagt Jane Weber. Wenn die Stadtvertreter diesem Vorhaben am 9. Juli zustimmen, und wenn die Fördermittel dann auch wie geplant fließen, könnte die Sanierung im kommenden Jahr beginnen. Ohne Fördermittel geht es nicht. Denn der Investitionsbedarf ist hoch. Knapp acht Millionen Euro soll die Sanierung kosten.

Die besten Aussichten auf eine Förderung scheint der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu bieten. Die Schule passe in diese Förderung, hat bereits das zuständige Schweriner Ministerium bestätigt. Das Problem: es gibt noch keine Förderrichtlinie. Deshalb besteht auch noch Unklarheit über die Höhe der Förderung, eventuell 75 Prozent. Die Stadt hat die Thomas-Müntzer-Schule mittlerweile zum EFRE-Projekt Nr. 1 erklärt, damit zur Beschleunigung des Baubeginns schon für den Haushalt 2016/17 Mittel für den Bau eingestellt werden können. Andreas Ohm (CDU) sagte auf der Hauptausschusssitzung, dass man keine Zeit verlieren dürfe. „Wir müssen uns bekennen. Das ist unser Projekt Nr.1.“ Alle Ausschussmitglieder sprachen sich für baufachliche Prüfung zur Vorbereitung des schnellsten Ablaufs aus.

An der Müntzerschule muss nahezu alles saniert werden, informiert Jane Weber. Der alte Kohlenbunker hinter dem Hauptgebäude soll abgerissen werden. Hier entsteht ein Neubau. Dann erfolgt die Komplettsanierung des Hauptgebäudes. „Neue Wärmedämmung, neue Wasserleitungen…“, Jane Weber könnte noch weiter aufzählen. Erst dann soll der marode Schulcontainer abgerissen werden, in dem die Schüler mittlerweile 22 Jahre unterrichtet werden, obwohl er nur als Übergangs- bzw. Notlösung gedacht war. Laut Schulleiterin Manuela Siegesmund sind die Bedingungen für Schüler und Lehrer dort mittlerweile unzumutbar geworden. Anstelle des Containers sollen die Außenanlagen der Müntzerschule schön gestaltet werden.  

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