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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 02:14 Uhr

Netzverstärkung : Höchstspannung in Güstrow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz plant die Verstärkung der bestehenden 220-Kilovolt-Leitungen auf 380 Kilovolt – eine Infoveranstaltung ist für den 4. April vorgesehen.

von
erstellt am 08.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Wie der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz mitteilt, ist eine Verstärkung der bestehenden 220-Kilovolt-Freileitung Güstrow-Wolmirstedt auf 380 Kilovolt (kV) Höchstspannung in Planung. Der Bedarf für das Ausbauvorhaben ist im Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur verankert. Notwendig wird der Ausbau, um die Transportkapazitäten insbesondere erneuerbar erzeugten Stroms in die südlichen Bundesländer – respektive nach Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt – zu erhöhen. Vorrangig handele es sich dabei um Strom aus Windenergie, so der Übertragungsnetzbetreiber.

Speziell geht es hier um einen Ersatzneubau der Leitung Güstrow-Parchim Süd-Perleberg als Teil des Gesamtvorhabens. „Die rund 90 Kilometer langen Leitungsabschnitte zwischen Güstrow und Perleberg befinden sich seit etwa 65 Jahren im Betrieb. Die Übertragungskapazität dieser 220-kV-Leitung reicht für den Transport wachsender Strommengen nicht mehr aus“, informiert das Unternehmen 50Hertz. Zunächst habe man geprüft, ob eine Optimierung und Verstärkung der Freilandleitung möglich sei. Bei der bestehenden Leitung gehe dies nicht, macht das Unternehmen deutlich und weiter: „Aus diesem Grund ist in diesem Fall ein vollständiger Neubau notwendig.“

50Hertz sei bestrebt, so heißt es, den vorhandenen Trassenraum der bestehenden Leitung zu nutzen. „Das bedeutet, dass die leistungsfähigere Leitung mit kleinen Abweichungen im selben Korridor verlaufen könnte, wie die bestehende“, so 50Hertz in seiner Mitteilung wörtlich. Dabei könne der Trassenlauf „kleinräumig optimiert werden“. Dies sei Inhalt des gegenwärtigen Planfeststellungsverfahrens. Geplant ist, die aktuell genutzte 220-kV-Leitung zurückzubauen und anschließend eine neue 380-kV-Leitung zu errichten. Die gegenwärtige Trasse tangiert im Landkreis Rostock neben Güstrow auch die Gemeinden Gutow und Klein Uphal und verläuft anschließend im Landkreis Ludwigslust-Parchim westlich des Dobbertiner Sees.

Um die Bürger über den Planungsstand zu informieren, findet am Dienstag, 4. April, 15 bis 19 Uhr, eine Informationsveranstaltung mit dem Projektleiter Rocco Hauschild im Kreistagssaal, Am Wall 3-5 in Güstrow, statt.

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