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20 Jahre Verwaltungsfachhochschule Güstrow : Hochschulstandort Güstrow gesichert

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Mit einer Festveranstaltung feierte gestern die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Güstrow ihren 20. Geburtstag. Wir waren dabei, als Bilanz gezogen wurde.

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erstellt am 18.Nov.2011 | 11:07 Uhr

Güstrow | "Die Verwaltungsfachhochschule ist ein Kompetenzzentrum, das nicht zum Selbstzweck besteht, sondern für die Bürger da ist", betonte auf der gestrigen Festveranstaltung Thomas Lenz, Staatssekretär im Innenministerium. Sie stehe daher in der Pflicht, mit den Absolventen weiter für eine zuverlässige Versorgung der Bürger und der Gesellschaft mit Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung zu sorgen. Dabei, betonte er, könne die Fachhochschule, wie es im Koalitionsvertrag der Landesregierung stehe, auf die Hilfe des Innenministeriums zählen. Lenz räumte aber auch ein, dass bei weniger und immer mehr älteren Menschen in einem großen Flächenland sowie geringeren Landes- und kommunalen Einnahmen nicht mehr Geld ausgegeben werden könne als notwendig.

Die Bedeutung der Ausbildung an der Polizeischule verknüpfte er mit den aktuellen Ereignissen des rechtsextremistischen Terrors in Deutschland. Deshalb konnte z.B. Thomas Krense nicht sprechen. Der stellvertretende Direktor des Landeskriminalamtes, der dem ersten Studienjahrgang des Fachbereiches Polizei angehörte, wird in diesen Tagen am Arbeitsplatz gebraucht. Lenz hob weitere Herausforderungen wie den internationalen Terror, die Angriffe auf die Sicherheit von Datensystemen sowie die Einsätze der Polizei aus besonderen Anlässen wie z.B. Demonstrationen hervor. Außerdem verwies er auf die Polizeiarbeit in der Fläche und auf gestiegene Aufklärungsquoten. Lenz: "Das soll so bleiben", weil die innere Sicherheit in einem Land, das auf Tourismus baue, ein Standortfaktor sei.

"Die Verwaltungsfachhochschule ist im Land anerkannt und viele Absolventen arbeiten in den Verwaltungen. Dadurch merkt man längst, dass die Aufbaujahre, in denen Personal aus den alten Bundesländern geholt werden musste, vorbei sind und der Nachwuchs Landeskinder sind", bilanziert Direktor Prof. Dr. Bodo Wiegand-Hoffmeister die 20 Jahre Güstrower Verwaltungsfachhochschule. Mit den vier Fachbereichen Allgemeine Verwaltung, Polizei, Rechtspflege und Steuerverwaltung sei außerdem "eine gute Mischung" für die Ausbildung gelungen. Das alles müsse weiter gestärkt werden. Wiegand-Hoffmeister beruft sich dabei auf den Koalitionsvertrag der Regierung. Die Einrichtung müsse weiter in die Lage versetzt werden, hochwertige Abschlüsse der Absolventen zu gewährleisten und gegenüber anderen Fachhochschulen konkurrenzfähig zu sein. Es gehe um die Erhaltung der dualen Ausbildung im Anwärterbereich, einen hohen Praxisbezug, das Ermöglichen geeigneter Master-Studiengänge und um eine anwendungsbezogene Forschung.

In den Bereichen Rechtspflege und Steuerverwaltung rechnet Wiegand-Hoffmeister damit, dass ab 2015 bzw. 2012 wieder jedes Jahr eine Ausbildung beginnt. Aber, so der Direktor im Gespräch mit unserer Zeitung, das würden die Ministerien entscheiden. Lob kommt von Wiegand-Hoffmeister, weil das Land auch in Zeiten, in denen weniger Absolventen benötigt worden seien, an diesen beiden Bereichen der Ausbildung in Güs trow festgehalten wurde.

Wichtig für die Zukunft sei, betont Bodo Wiegand-Hoffmeister, dass der Hochschulstandort Güstrow gesichert ist. "Besprochen und geklärt werden muss allerdings noch, ob und inwieweit der Standort ausgebaut wird, wenn ab 2015 im starken Umfang Nachwuchs eingestellt werden muss, weil 2018 die Pensionswelle rollt", so der Direktor. Die Vakanz sei dabei auch, dass das Personal trotz laufender Einsparungen ersetzt werden und guter, geeigneter Nachwuchs gefunden werden müsse.

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