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Barlachstiftung Güstrow : Hochkarätiges zum Jahresabschluss

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow zeigt ab 26. Oktober internationales Ausstellungsprojekt „Wandlungen“ mit weltberühmten Künstlern

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erstellt am 13.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Eine hochkarätige Ausstellung folgt der nächsten: Während die bisher einmalige Schau „Ernst Barlach und der Erste Weltkrieg“ zu Ende geht, setzt die Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow mit „Wandlungen“ nochmal einen internationalen Höhepunkt zum Abschluss des Ausstellungsjahres. Druckgrafiken deutscher Künstler aus der Sammlung des Nationalmuseums Stettin sind ab dem 26. Oktober im Ausstellungsforum am Güstrower Inselsee zu sehen. Darunter u.a. Originale von Max Klinger, Paul Klee, Egon Schiele, Käthe Kollwitz und natürlich Ernst Barlach. Damit baut die Barlachstiftung ihre internationale Kooperation weiter aus und setzt zudem erneut ein wichtiges kulturpolitisches Zeichen für Mecklenburg-Vorpommern. Medienpartner dieser großen Ausstellung, die bis zum 18. Januar 2015 zu sehen sein wird, ist die Schweriner Volkszeitung.

„Ich sehe die Kooperation mit dem Nationalmuseum Stettin auch als einen Beitrag zur Völkerverständigung“, sagt Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Barlachstiftung. „Wandlungen“ ist bereits die dritte Ausstellung, die gemeinsam in Stettin und Güstrow geplant und gezeigt wird. Seit Jahren arbeitet die Stiftung von Güstrow aus nicht mehr nur national, sondern hat sich ein Netzwerk zu bedeutenden Häusern in Europa, den USA und Japan aufgebaut. Somit bekommt nicht nur Ernst Barlach, sondern mit ihm auch Güstrow internationale Strahlkraft.

„Wandlungen“ bietet ein Panorama der Kunst des letzten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts und der ersten des 20. Jahrhunderts. Insgesamt versammeln die Kuratoren aus Stettin und Güstrow rund 60 Werke von 40 Künstlern. „Und da die Ausstellung in einem Museum präsentiert wird, das das Andenken an Ernst Barlach pflegt und seinen Nachlass bewahrt, wurde bei der Auswahl der Objekte und bei ihrem Arrangement das hervorgehoben, was sie mit der Person Barlachs verbindet“, erläutert Probst. Landschaften, Porträts oder alltägliche Szenen – die Themen der Druckgrafiken sind vielfältig. „Sie zeigen teilweise den Zeitgeist, sind aber auch avantgardistisch. Viele der Künstler haben das verstaubte 19. Jahrhundert aufgebrochen und sind neue Wege gegangen“, sagt Probst.

Schirmherren der Ausstellung sind der polnische Botschafter in Deutschland, Jerzy Marganski, sowie der deutsche Botschafter in Polen, Rolf Nikel. Die Vernissage ist am Sonntag, dem 26. Oktober, um 12 Uhr im Ausstellungsforum-Grafikkabinett der Güstrower Barlachstiftung. Zur Ausstellung erscheint ein illustrierter deutsch-polnischer Katalog.


Ende der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg


Unterdessen geht die Ausstellung „Ernst Barlach und der Erste Weltkrieg“ am Inselsee zu Ende. Volker Probst freut sich über ein großes Interesse an dieser Schau, die die Barlachstiftung als ihren Beitrag zum Gedenkjahr 100 Jahre Ausbruch Erster Weltkrieg gezeigt hat. „Wir haben aufgezeigt, wie sich Barlach vom Kriegsbegeisterten zum Kriegsgegner gewandelt hat“, sagt Probst. Die Finissage ist am 19. Oktober um 11.30 Uhr. Neben musikalischen Beiträgen liest Helga Thieme von der Barlachstiftung aus dem „Güstrower Tagebuch 1914-1917“ von Ernst Barlach sowie dem „Kriegstagebuch 1914-1918“ von Ernst Jünger. Ein Original des Tagebuches von Ernst Jünger ist nur noch diese Woche im Ausstellungsforum zu sehen.

 

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