MeLa in Mühlengeez : Hobbyzüchter bewahren Vielfalt

Kathleen und Helmut Wagner aus Parum zeigten in Mühlengeez ihre Jakobschafe. Am Wettbewerb nahmen sie mit ihren Landschafen diesmal nicht teil. Zwei der Tiere (links und rechts) sind allerdings im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden. Fotos: Regina Mai
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Kathleen und Helmut Wagner aus Parum zeigten in Mühlengeez ihre Jakobschafe. Am Wettbewerb nahmen sie mit ihren Landschafen diesmal nicht teil. Zwei der Tiere (links und rechts) sind allerdings im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden. Fotos: Regina Mai

Wagners aus Parum zeigten auf Norddeutschlands größter Agrarschau Mela Jakobschafe – eine uralte, kaum noch gehaltene Rasse.

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17. September 2017, 21:00 Uhr

Die Agrarmesse MeLa in Mühlengeez ist heute mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. 72 700 Gäste besuchten die 27. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung, wie die Veranstalter mitteilten.

Geduld gehört bei Besuchern und Teilnehmern der Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau – kurz Mela – zu den wichtigsten Tugenden. Langmut war wie immer bei der An- und Abfahrt gefragt. Ruhe mussten auch Kathleen (42) und Helmut Wagner (70) bei der großen Tierschau bewahren. Zweieinhalb Stunden standen sie mit ihren Jakobschafen im großen und danach im kleinen Vorführring. Die Schafe nahmen es gelassen.

Seit elf Jahren züchtet Kathleen Wagner Jakobschafe und hat dabei die Unterstützung ihrer Eltern. Vorher waren es Heidschnucken, erzählt sie. Die Wagners haben nur eine Mini-Herde. Von einem „besseren Hobby“ spricht Helmut Wagner. Das aber mache viel Spaß. Man habe immer zu tun und der Zusammenhalt der Jokobschaft-Züchter sei ein ganz besonderer, betont Kathleen Wagner. Einfach sei es mit einer so kleinen Herde nicht. Immer wieder brauche man für die Zucht frisches Blut. Tiere dafür bekomme man in England und Holland. Der Wert der Jakobschafe ist ihre weiche Wollen. „Die verarbeitet meine Frau Ingrid“, erzählt Helmut Wagner. Beim Jakobschaf handelt es sich um eine sehr alte Rasse, die es schon im alten Palästina gegeben haben soll. Im 17./18. Jahrhundert kam es nach England, erzählt Helmut Wagner. Die Rasse stehe auf der roten Liste, so dass es den Wagners umso wichtiger ist, sie zu erhalten.

 

Mit besonderem Interesse für Tiere war Fiete Lewerenz aus Jarmen mit den Großeltern zur Mela gekommen. Er hörte aufmerksam zu, was ihm Maren Gläser über Wölfe und Luchse erzählte. Für den Wildpark ist eine Teilnahme seit vielen Jahren selbstverständlich. Wo sonst könnte man auf so viele potenzielle Parkbesucher treffen. An den beiden Ständen des Wildparks konnte Kinder und Erwachsene ihren Tastsinn schulen, ein Glückrad drehen usw. „Verschiedene Aktionen sind ein Gemeinschaftsprojekt mit der Messegesellschaft“, erzählt Maren Gläser. Der Erlös fließt in eine Ausstellung im Storchenhaus des Parkes. Und natürlich interessierten Fiete Lewerenz auch die ganz großen Traktoren, die u.a. die Mecklenburger Landtechnik, ein Unternehmen mit 90 Mitarbeitern und Standorten in Mühlengeez, Kritzkow, Teterow und Reddelich. „Wir sind mit einer neuen Generation von Traktoren hier“, berichtet Geschäftsführer Sebastian Schlottmann. Viele Landwirte hätten darauf schon gewartet, betont er.

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