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Landkreis Güstrow : Hobbygärtner bereiten Aktion vor

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Offene Gärten am 11./12. Juni mit 25 Teilnehmern im Landkreis Rostock und knapp 130 in ganz MV

von
erstellt am 23.Apr.2016 | 05:00 Uhr

In 25 Gärten ganz unterschiedlicher Ausrichtung sind am zweiten Juniwochenende (11./12. Juni) im Landkreis Rostock Besucher willkommen. Einen Überblick über alle knapp 130 teilnehmenden Gärten in ganz MV bietet eine kürzlich erschienene Broschüre – als Reisebegleiter für eine Tour durch ganz private Refugien, Gutsparkanlagen, Kräuter- und Pfarrgärten unverzichtbar. Während potenzielle Besucher schon mal voraus träumen können, haben die Hobbygärtner noch jede Menge zu tun, bevor es in ihren Gärten Mitte Juni grünt und blüht.

Petra Tschiesche und Wolfgang Lange in Neu Mierendorf nehmen mit ihrem Garten der Steine zum 6. Mal an der Aktion „Offene Gärten“ teil und können es kaum abwarten. „Im Winter haben wir wieder ein Fotobuch zur Aktion im vergangenen Jahr gestaltet“, berichtet Petra Tschiesche. Man benötige für so ein Wochenende ein starkes Team, um gute Gastgeber sein zu können. „Das haben wir“, freut sich die Neu-Mierendorferin und lobt gleichzeitig eine hervorragende Vorbereitung der Aktion durch den neu gegründeten Verein „Offene Gärten in MV“.

Persönlicher Kontakt zu Gartenfreunden

„Den Neustart muss man einfach unterstützen“, erklärt Heidemarie Beyer aus Lübzin, die zuletzt nicht mehr an der Aktion teilgenommen hatte, weil sie sich in ihrem Rosengarten ein bisschen überrannt gefühlt hatte. „Ich finden den persönlichen Kontakt zu den Gartenfreunden so wichtig“, betont Heidemarie Beyer. Dafür aber sei zuletzt kaum Zeit gewesen. Als leidenschaftliche Gärtnerin könne sie sich einer so wunderbaren Aktion aber nicht auf Dauer entziehen, gesteht die ehemalige Güstrowerin. Sie will lediglich am Sonnabend, 11. Juni, öffnen. Gerade erfreut sie sich an ihrem Beet in Blau, Gelb und Weiß sowie an den Narzissen, die auf der Wiese blühen. „Ihnen folgen die Margeriten, so dass das Laub der Narzissen in Ruhe einziehen darf, ohne dass es unangenehm auffällt. Danach folgt die Rosenblüte“, erzählt Heidemarie Beyer, die einen Naturgarten mit sehr vielen Rosen, Stauden, einem Gemüsegarten, Teich, Wasserlauf und Obstbaumwiese pflegt. Neu in ihrem Garten ist eine Rundbank um einen Kastanienbaum. Diese könnte durchaus zum Lieblingsplatz am Abend werden, denkt die Hobbygärtnerin.

Vor der Schau jede Menge Arbeit

„Der April ist ein Monat der Arbeit“, sagt Jochen Wegner. In seinem Staudengarten in Groß Potrems zwischen Laage und Rostock stehe alles auf Start. Wildtulpen und kleine Narzissen sorgen derzeit für Farbtupfer. „Die große Schau beginnt erst Mitte Mai, wenn Kugellauch und Iris blühen“, berichtet der Hobbygärtner, der schon im März begonnen hatte Stauden zu teilen und umzupflanzen. „Wenn ich bemerke, dass eine Kombination nicht passt oder sich Pflanzen in ihrem Umfeld nicht wohlfühlen, notiere ich das im Laufe des Jahres und schreite im Frühjahr zur Tat“, erklärt Jochen Wegner. Außerdem zieht er viele Pflanzen für den Stauden- und den Gemüsegarten selbst an. Baltische Petersilie und Katzenminze sind längst getopft. Die Pflänzchen der Indianernessel sind pikiert und dürfen sich in den Pflanzpaletten entwickeln, bevor sie nicht vor Mitte Mai nach draußen kommen. Samen nimmt er selbst ab oder bekommt sie über die Gesellschaft der Staudenfreunde. Neues auszuprobieren empfindet der Hobbygärtner immer wieder als reizvolles Detail seiner Gartenleidenschaft. Sein Interesse für Pflanzen teilt er wie vielen weiteren Teilnehmer der Aktion „Offene Gärten“ gern mit anderen.

Mit von der Partie sind am zweiten Juniwochenende in der Region Güstrow u.a. auch das Gut Wardow, der Staudenhof Mamerow und der Pfarrgarten in Qualitz. Eine Beschreibung der einzelnen Gärten stimmt in der Broschüre auf einen Besuch ein. Im Heft finden sich außerdem weitere grüne Termine, öffnen einige Gärten doch auch außerhalb des Aktionswochenendes im Juni.

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