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Eine Frau mit sozialer Ader : Hilft Familien den Alltag zu meistern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Ilona Hänsel, Leiterin der Familienbildungsstätte im Mehrgenerationenhaus der AWO in der Güstrower Südstadt

Seit drei Jahren leitet die Diplomsozialpädagogin und staatlich anerkannte Erzieherin Ilona Hänsel (45) im Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt in der Güstrower Südstadt die Familienbildungsstätte. Zudem unterstützt sie als Stellvertreterin Dr. Inken Balla, die das Haus – auch bekannt als Familien,-Freizeit-und Lernberatungszentrum – leitet. „Meine Arbeit erfüllt mich sehr, ich kann Familien auf Augenhöhe ohne Zwangskontext begegnen“, so Ilona Hänsel, die verheiratet und Mutter eines dreizehnjährigen Sohnes ist.

Nach ihrer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin nahm sie eine Tätigkeit im Bereich der Behindertenhilfe im Wichernhof Dehmen auf. Mit erst 21 Jahren wurde sie zunächst Gruppen- und später Wohnbereichsleiterin. Berufsbegleitend begann sie 1998 ein Studium der sozialen Arbeit. Nach fast 13 Jahren Tätigkeit in der Behindertenhilfe und einem kurzen Gastspiel bei einem Bildungsträger begann sie 2008 ihre Arbeit beim Jugendamt des damaligen Landkreises Güstrow. „Nach fast vier Jahren Arbeit im Fachbereich Trennung/ Scheidung und Mitwirkung im familiengerichtlichen Verfahren verspürte ich jedoch mehr und mehr den Wunsch präventiv mit Familien zu arbeiten“, sagt Ilona Hänsel. Das Angebot, eine Familienbildungsstätte zu leiten, sei daher genau zur rechten Zeit gekommen.

SVZ stellte Ilona Hänsel 20 Fragen:

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In unserem Ferienhaus in Krakow am See. Hier sitze ich am liebsten am See auf dem Steg und schaue aufs Wasser.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich finde, dass Güstrow eine sehr attraktive Stadt für Familien und gerade in den letzten Jahren viel bunter geworden ist. Das Augenmerk sollte weiterhin und vielleicht stärker auf unsere Kinder und somit auf Zukunft gerichtet werden.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im Mehrgenerationenhaus der Awo in der Südstadt oder beim Spaziergang mit meinem Hund Fritzi
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe im Güstrower Schloss als Museumsaufsicht gearbeitet.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe davon ein Fensterbild aus Glas für meine Eltern gekauft und es ihnen geschenkt.
Was würden Sie gerne können?
Ich wäre glücklich, wenn ich jedem Menschen Zugang zu Nahrung und Trinkwasser ermöglichen könnte.
Was stört Sie an anderen?
Mich stören extrem Ungerechtigkeit, Oberflächlichkeit und vor allem Intoleranz anderen Menschen gegenüber, ganz aktuell z.B. gegenüber Menschen aus anderen Kulturkreisen.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache oft und täglich, da ich ein humorvoller Mensch bin und gerne manche Dinge mit einem Augenzwinkern betrachte.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich habe mir wieder ein neues Tuch gekauft, obwohl ich schon so viele Tücher habe.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Ehemann Sven ist mein persönlicher Held, weil er mit 40plus noch den Mut hatte, ein Studium als Maschinenbautechniker zu beginnen und neben seinem Full-Time-Job jeden Abend bis spät in die Nacht lernt. Außerdem steht er mir seit 26 Jahren zur Seite, trägt alle meine Entscheidungen mit und steht immer hinter mir. Wir sind ein tolles Team.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Im Moment lese ist gerade „Wenn ich Dich umarme hab keine Angst“, erzählt von Fulvio Ervas. Es ist die wahre Geschichte eines Vaters, der den Zugang zu seinem autistischen Sohn sucht.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich sehe eher selten fern, aber wenn ich mir etwas anschaue, dann gerne Dokumentationen und Reportagen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Auf beidem eher nicht, vielmehr beim Hockeyspiel meines Sohnes oder bei Heimspielen der Herren-Mannschaft des ATSV.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Hape Kerkeling, um mit ihm persönlich über seine Reise auf dem Jakobsweg ins Gespräch zu kommen.
Wenn Sie selbst kochen, was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch: griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich koche alles quer Beet und probiere gerne Neues aus. Ab und zu koche ich indisch.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Meine schönsten Erinnerungen verbinde ich mit dem Titel „Comptined un autre Ete“ aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“, gespielt von meinem Sohn auf dem Klavier.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Besonders gern denke ich an das erste selbstgemalte Bild meines Sohnes Jonas, er ist ein toller Junge
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
In sieben Jahren, zu unserer Silberhochzeit, möchten wir noch einmal unsere Hochzeitsreise wiederholen und während des Indian Summers mit dem Auto quer durch den Osten Kanadas fahren.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentnerin?
Das bedeutet zum jetzigen Zeitpunkt 2038. Das ist noch zu weit weg. Vielmehr möchte ich in der Gegenwart ehrenamtlich die Arbeit des ambulanten Hospizdienstes unterstützen und nutze auch kleine Fluchten, um mit meiner Familie die Welt zu erkunden.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Dr. Per Fischer. Er ist nicht nur ein hervorragender Zahnarzt in Güstrow, sondern auch ein enger Freund, Berater und begnadeter Koch, der immer ein offenes Ohr für andere Menschen hat.



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