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Von Serrahn nach Kiew : Hilfstransport in umkämpfte Ukraine unterwegs

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vollgepackter Lastwagen startet heute von Serrahn aus in Richtung Kiew / Martina und Heinz Nitzsche sammelten Hilfsgüter für Krisenregion

30 Krankenbetten, 40 Kartons Schuhe, 40 Kartons Bettwäsche, zehn Tische, 60 Matratzen sowie 300 Kartons Kleidung wurden gestern in Serrahn in einen Lastwagen geladen und gut verstaut. Das Verpackungs- und Dämmmaterial besteht außerdem aus Decken, Kopfkissen und Bettdecken. Das alles haben Martina und Heinz Nitzsche aus Serrahn mit weiteren Helfern gesammelt. Heute bricht der Hilfstransport in Richtung Ukraine mit Ziel Kiew auf.

Unterstützt und finanziert wird dieser Transport vom „Ebenezer Hilfsfonds Deutschland“ mit Sitz in Hamburg. „Seit 1993 sind wir helfend in der Ukraine unterwegs und haben uns telefonisch kurzgeschlossen“, so der erste Vorsitzende Hinrich Kaasmann, der gestern selbst beim Beladen dabei war. Von Serrahn geht damit in diesem Jahr der erste große Hilfstransport in das Land, in dem Krieg herrscht. „Wir fahren am Wochenende mit zwei Kleinbussen hinterher“, sagt der Serrahner Heinz Nitzsche, der seit Jahren in Mariupol in der Ukraine Alkoholabhängige, Alte und Kinder betreut. Vor Ort harren jetzt seine Mitarbeiter aus, er selbst kommt wegen der Kämpfe kaum in die Stadt.

Die Hilfsgüter wird ein Freund in Kiew in Empfang nehmen und verteilen. Benötigt werden sie dringend, weiß Hinrich Kaasmann. „Es wird ein harter Winter. Einiges an Infrastruktur ist kaputt und Tausende Flüchtlinge sind ohne Wintersachen.“ Wegen der Notlage hätten zahlreiche Hilfsorganisationen zu Sonderspenden aufgerufen.

Besonders Mariupol ist vom Krieg betroffen, darum hat Heinz Nitzsche ältere Menschen, die er betreut, aus diesem Gebiet heraus geholt und in Tscherkassy untergebracht. Das liegt etwa 600 Kilometer von Mariupol entfernt in Richtung Kiew. Dorthin möchten Martina und Heinz Nitzsche fahren, um zu sehen, ob die Hilfsgüter ankommen.

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