Güstrow : Hilfe per Internet bis Kasachstan

Konzentriert am Laptop: Jana Frey, Karola Benedict  und Olicer Dziemba
Konzentriert am Laptop: Jana Frey, Karola Benedict und Olicer Dziemba

Gestern Online-Seminar des Cochlear-Implant-Centrums (CIC) „Ernst Lehnhardt“ M-V Güstrow / Erfahrungsaustausch wichtig

svz.de von
12. März 2014, 06:00 Uhr

Das Internet macht es möglich: Gestern kommunizierten Mitarbeiter des Cochlear-Implant-Centrums (CIC) „Ernst Lehnhardt“ M-V in Güstrow mit Interessierten, Gruppen und Einrichtungen, unter anderem aus Kasachstan, Armenien, Weißrussland und Russland. Das CIC behandelt gehörlos geborene Kinder, aber auch hochgradig hörgeschädigte Erwachsene (siehe Stichwort) mit Cochlear-Implantaten, um die Hörfähigkeit wieder zu erlangen.


Ziel: Hörfähigkeit wieder erlangen


Gestern sollten Erfahrungen des Güstrower CIC an Einrichtungen und Betroffenen in anderen Ländern vermittelt werden. „28 Teilnehmer loggten sich ein“, freute sich Jana Frey, Mitarbeiterin der Firma Cochlear European Headquarters. Sie ist zuständig für die Geschäftsentwicklung in Osteuropa und übersetzte das Online-Seminar auf der Plattform „Pora!“. Die therapeutische Leiterin des CIC Güstrow, Karola Benedict, sowie der Leiter der audiologischen Abteilung der HNO-Klinik Greifswald, Oliver Dziemba, erklärten wie das CIC aufgebaut ist. Das 18-seitige Konzept des CIC wurde bereits ins Russische übersetzt.

Ausgegangen war der Wunsch nach einem Seminar von einer Schwerhörigen- und Gehörlosenschule in Petropawlowsk in Kasachstan. 150 Kinder besuchen diese Schule, davon sind 116 Kinder taub und 34 schwerhörig im dritten Grad. Zwölf Kinder tragen ein Cochlear-Implantat. Erzieher und Lehrer nutzten das Seminar. Es ging um Fragen der Anpassung oder der nicht erfolgreichen Rehabilitation nach Einsetzen eines Implantates.

Dr. Monika Lehnhardt-Goriany unterstützt eine Stiftung, die sich für den Erfahrungsaustausch stark macht und auch die Plattform „PORA!“ dafür ins Leben rief. „Nicht in allen Ländern sind die Fachleute auf dem letzten Stand und daher glauben wir: Es ist hoch an der Zeit sicherzustellen, dass auch die Therapeuten in der ehemaligen Sowjetunion Zugang zum letzten Wissenstand auf diesem Gebiet bekommen“, formuliert Lehnhardt-Goriany ein Ziel.







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