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Klinikum Güstrow : Hilfe für unheilbar Kranke in besonderem Umfeld

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neue Palliativstation im KMG-Klinikum Güstrow eröffnet / Begleitung von Menschen auf letzter Wegstrecke

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Mit der gerade eröffneten Palliativstation können unheilbare Patienten jetzt im KMG-Klinikum Güstrow umfassend und intensiv sowie in angenehmer Atmosphäre behandelt werden. „Die Einrichtung dieser Palliativeinheit war eines unser großen Ziele in diesem Jahr. So etwas hat bisher in unserer Klinik gefehlt“, sagt KMG-Verwaltungsdirektor Matthias Fischer. Sieben Betten stehen auf der neuen Station für Patienten mit unheilbaren Erkrankungen zur Verfügung.

„Was wir hier machen ist keine Sterbemedizin und es handelt sich auch nicht um eine Sterbestation“, unterstreicht Chefarzt Dr. Ulrich Kleier, der mit einer Assistenzärztin und acht Schwestern die Patienten betreut. „Es handelt sich um die Begleitung unheilbar Erkrankter mit einer intensiven Therapie bei unerträglichen Schmerzen. Die Patienten sollen durchaus wieder nach Hause gehen. Das ist der Sinn der Palliativmedizin.“ Er habe den Anspruch, 60 bis 70 Prozent der Patienten auch wieder nach Hause zu entlassen. Wichtig dabei sei die enge Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung, sagt Kleier. „Wir suchen dafür den Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten in Güstrow.“ Bis zu 80 Prozent der Patienten auf der Palliativstation seien an Krebs erkrankt.

Die neue Palliativstation ist räumlich an die Klinik Innere Medizin II im Krankenhausgebäude angegliedert, deren Chefarzt Kleier seit 2008 ist. Jetzt ist er zusätzlich auch für die Palliativmedizin verantwortlich. Er hebt jedoch hervor, dass es sich bei der neuen Station um eine eigenständige Abteilung mit einem eigenen Team handele. So seien z.B. die Schwestern im Vorfeld besonders geschult worden.

Das neue Team legt besonderen Wert auf eine angenehme Atmosphäre auf der Station. Alles wirkt wohnlich. Es gibt Möglichkeiten für Angehörigen- und Patientengespräche. Angehörige können zudem auf der Station mit übernachten. „Wir müssen hier mit den Patienten sensibler umgehen und machen eine bedürfnisorientierte Pflege“, sagt Schwester Antje Kähler. So würden durchaus auch Extrawünsche der Patienten erfüllt.

Zudem wird auch auf andere Bedürfnisse der Patienten eingegangen. Die Palliativmedizin bestehe nicht nur aus Ärzten, so Kleier, sondern hinzukommen würden noch Physiotherapeuten, Psychotherapeuten oder auch Kunsttherapeuten. „Glücklicherweise bestehen diese Strukturen in unserem Haus, so dass wir sie nutzen können“, sagt der Chefarzt.


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