Heute Auftakt für gigantisches Bauprojekt

Eurawasser und WAZ investieren 1,2 Millionen Euro in moderne Trinkwasserinfrastruktur in Krakow am See

svz.de von
09. September 2015, 06:00 Uhr

Die Wasserförderung in der Stadt Krakow am See weist eine Instabilität der Rohwasserqualität auf und kann zukünftig nicht mehr als sichere Trinkwasserressource genutzt werden. Die Eurawasser hat deshalb in engem Zusammenwirken mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) vorsorglich umfängliche Untersuchungen durchgeführt, die im Ergebnis eine nachhaltige, dauerhafte und sichere Alternative ermöglicht, informiert der Wasserversorger. In drei Bauabschnitten erfolgt deshalb die Verlegung einer zehn Kilometer langen Trinkwasserleitung, die Stilllegung des dortigen Wasserwerkes und die Errichtung eines neuen Wasserwerkes in Groß Bäbelin. Das gigantische Bauprojekt startet heute und wird in der ersten Etappe voraussichtlich im August 2016 abgeschlossen.

Vom geplanten neuen Standort des Wasserwerkes Groß Bäbelin erfolgt der Anschluss an die bestehende Trinkwasserleitung am Nordrand von Krakow am See über eine neu zu bauende zehn Kilometer lange Trinkwasserersorgungsleitung in der Dimension DN 200 (Rohrdurchmesser 20 Zentimeter), die nördlich um den Krakower See herum führt. Gabi Kniffka, Firmensprecherin der Eurawasser, erläutert die Bedeutung des Riesenprojektes im Rahmen des gemeinsamen Investitions- und Sanierungsprogramms von Eurawasser und WAZ: „Diese Maßnahme hält den absoluten Streckenrekord. Im Detail verläuft die Leitung parallel zur Autobahn 19. Diese wird kurz vor der Brücke zur Überführung der Ortsverbindungsstraße Serrahn-Wilsen gequert. Die weitere Trasse folgt der Kreisstraße K11 nach Serrahn und im Anschluss der Gemeindestraße nach Krakow am See/Windfang.“

Die Arbeiten werden über 6,2 Kilometer in offener und über vier Kilometer in geschlossener Bauweise, d.h. grabenlos, durchgeführt. Im Zuge der Bautätigkeit ist mit abschnittsweisen halbseitigen Sperrungen zu rechnen, die durch das Aufstellen der Bohranlage notwendig sind. Mit der Errichtung der Trinkwasserverbindungsleitung wird parallel ein Fernmeldekabel über eine Länge von 7,5 Kilometern von Groß Bäbelin bis in Höhe Seegrube Ausbau in der Gemeinde Kuchelmiß verlegt, informiert Gabi Kniffka.

Die Kosten der komplexen Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. In einem zweiten und dritten Schritt entsteht im Zeitraum 2016 und 2017 ein neues Wasserwerk in Groß Bäbelin, das den Neubau einer Druckerhöhungsstation mit eines Reinwasserbehälter in Höhe Seegrube-Ausbau einschließt. Nach Fertigstellung werden die Wasserwerke Krakow am See, Groß Bäbelin und Kuchelmiß stillgelegt, heißt es von Eurawasser.

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