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Mehrgenerationenhaus : Herbst – süß und fruchtig

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kleines, feines Markttreiben gestern im Familienzentrum der Awo in Güstrower Südstadt

von
erstellt am 14.Okt.2014 | 19:45 Uhr

Mit zehn Angeboten vom Babytreff über den PC-Kursus bis zum Eltern-Kind-Turnen lief im Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Platz der Freundschaft in Güstrow gestern ein ganz normaler Tag ab. Und doch war das Gedränge auf dem Flur größer als sonst, denn es war Herbstmarkt. „Klein aber fein“, lautet seit Jahren das Motto. „Wir bieten gern Obst und Gemüse aus biologischem Anbau an, freuen uns über den fachlichen Rat der Pomologen und haben erstmals den Weltladen eingeladen“, berichtet Elvira Kelling, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses.

Mit dabei war auch der Jugendklub „Yellow fun Box“. „In meinem Garten waren so viele Pflaumen und Birnen gereift, da habe ich die Jugendlichen gefragt, ob wir nicht Marmeladen kochen wollen. Sie wollten“, sagt Yvonne Gradtke. Abgegeben wurden sie gegen eine kleine Spende für Veranstaltungen zum Jahresende.

Detlef Käding aus Klueß war mit einer bunten Palette süßer Brotaufstriche gekommen. „Ich kann einfach nicht mit ansehen, wenn Obst verkommt“, erklärt er sein Ansinnen. Aus allem könne man noch etwas Leckeres machen. Kürbis-Apfel, Quitte-Holunder und Brombeermarmelade empfiehlt er besonders. „Ich nehme die wilden Brombeeren. Die haben mehr Geschmack“, betont er. Gleich neben ihm hat Werner Rollwitz Platz genommen. Sein Metier sind die Äpfel. Er half gestern manchem Hobbygärtner bei der Bestimmung seiner Sorten. „Ein Geflammter Kardinal war dabei, auch ein Gravensteiner und der Jonagold“, erzählt der Pomologe aus Gülzow und ist schon wieder mit dem nächsten Gast im Gespräch. Gabriele Falk aus Gutow hat so wunderbare Erinnerungen an einen wohlschmeckenden Hasenkopf und fragte sich, ob man so einen Apfelbaum heute noch bekommen könne. Kann man. Werner Rollwitz hatte die Adresse einer Baumschule, die Wert auf alte regionale Sorten legt, parat. Überhaupt sieht sich der Pomologenverein in der Verantwortung, alte Sorten im Sinne eines Kulturgutes zu bewahren.

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