Einschulungsfeiern : „Helfende Hände“ für Erstklässler

Volle Halle: Einschulungsfeier der Fritz-Reuter-Grundschule Güstrow am Sonnabend  Fotos: Sieglinde Seidel (2)/Jens Griesbach(2)
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Volle Halle: Einschulungsfeier der Fritz-Reuter-Grundschule Güstrow am Sonnabend Fotos: Sieglinde Seidel (2)/Jens Griesbach(2)

Sonnabend große Einschulungsfeiern an Güstrower Schulen / Für mehr als 270 Abc-Schützen beginnt heute Schulalltag

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31. August 2015, 06:00 Uhr

Für 1837 Mädchen und Jungen im Landkreis war Sonnabend ein besonders aufregender Tag – Einschulung. Auch für mehr als 270 Erstklässler in Güstrow beginnt ab heute ein neuer Lebensabschnitt. Ein Abschnitt, für den Schulleiter Torsten Vieroth den 60 Abc-Schützen bei der Einschulungsfeier der Fritz-Reuter-Grundschule in seiner Rede „Hände, die helfen“ anbot.

„Ein neues Gebäude, neue Kinder, neue Erwachsene – dazu braucht ihr Hände, die Euch helfen, lenken, führen“, versuchte Vieroth den Kleinen die Aufregung zu nehmen. Und er versprach ihnen „eine Menge helfende und schützende Hände“. „Hand in Hand. So wollen wir an unserer Schule miteinander umgehen. Eure Hände sollen zum Gelingen unserer Schule beitragen.“ 302 Kinder hat die Schule aktuell.

Drei 1. Klassen und eine Diagnoseförderklasse mit insgesamt 60 Schülern gibt es in diesem Schuljahr an der Fritz-Reuter-Grundschule in Güstrow. „Erstmals haben wir 1. Klassen mit nur 15 oder 16 Schülern, bisher waren es immer über 20“, sagt der Schulleiter. Er hätte gerne mehr Schüler gehabt. Denn weniger Kinder bedeutet auch weniger Lehrerstunden. Dann müssen Schulen Lehrer abordnen oder ganz abgeben. So muss Vieroth in diesem Schuljahr fünf seiner 17 Lehrer für eine gewisse Stundenzahl an andere Schulen abordnen.


Integrationsklassen an Inselseeschule


„Seid willkommen, herzlich willkommen…“ sangen die Schüler der jetzigen 2. Klassen der Schule am Inselsee den Erstklässlern zur Einschulung am Sonnabend entgegen. Die 48 Mädchen und Jungen liefen erstmals mit Ranzen auf dem Rücken in ihre neue Schule. Zwei erste Klassen mit je 17 Schülern gibt es in der Schule am Inselsee. „Das ist von Vorteil, da sich die Kollegen um das einzelne Kind mehr kümmern können“, sagt Schulleiterin Irmtraud Herrmann. Dazu kommen zwölf Kinder in einer Diagnoseförderklasse. Insgesamt besuchen 568 Schüler die Schule in der Güstrower Südstadt. Eine Zahl, die sich aber schnell ändern kann. Denn hier werden die einzigen integrative Klassen in Güstrow gebildet, in denen Kinder von Asylsuchenden Deutschunterricht erhalten.

„Diese Kinder zwischen sechs und 16 Jahren bekommen zuerst einige Wochen Deutschunterricht bei uns, bis sie dann in ganz normale Klassen integriert werden“, sagt Herrmann. Am Sonnabend hatte sie bereits 14 Anmeldungen vorliegen. Das könne am Montag schon wieder anders sein.

Das Lehrerkollegium der Schule am Inselsee wurde in diesem Schuljahr nicht verstärkt. „Aber im vergangenen Jahr konnten wir drei junge Kolleginnen einstellen“, sagt die Schulleiterin. Die drei Klassenlehrer der 1. Klassen, Uta Mundt, Grit Apportin und Kerstin Hill aber werden sich in den nächsten Wochen bemühen, um den Jüngsten den Start in den Lernalltag so leicht wie möglich zu gestalten.

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