Krakow am See : Helau schallt durch Luftkurort

Der 1. Platz bei den kostümierten Gruppe ging an „Game of Thrones“.
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Der 1. Platz bei den kostümierten Gruppe ging an „Game of Thrones“.

Krakower feiern Karneval in kompakter Form für Kinder, Erwachsene und Senioren.

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11. Februar 2018, 21:00 Uhr

Der Straßenkarneval und der Maskenball sind die Markenzeichen des närrischen Treibens in Krakow am See. Sanftes Sonnenlicht gab dem Umzug am Sonnabend einen ganz besonderen Glanz. Vorneweg marschierte am Tag nach der Eröffnung der Olympischen Winterspiele im fernen Südkorea ein Skirennfahrer – mit Helm, Brille und zwei Holzlatten unterm Arm. Schnell entpuppte sich dieser als Jens Deitemeyer.

Der Vorsitzende des Krakower Karnevalsclubs (KKC) schmetterte dem Narrenvolk manch deftigen Satz um die Ohren. Prinz Marko und Isabell I. taten es ihm gleich, bevor Bürgermeister Wolfgang Geistert und seine Stellvertreterin Renate Lorenz die Politik in Stadt und Amt aufs Korn nahmen. In Anlehnung an das Närrische Treiben am Rhein, folgen auch in Krakow am See Bonbons. Es regnete Konfetti. Liane und Bernd Diekelmann aus dem Luftkurort hatten ihrer Kostüme aus dem vergangenen Jahr mitgebracht: Snoopy und Charly Brown. Das gehöre dazu, erzählen die beiden und widmen sich wieder den Büttenreden auf dem Marktplatz.

Schon am Vormittag waren rund 100 Narren in der Sporthalle aktiv, um den Kindern ein paar fröhliche Stunden zu bescheren. „Wir vom Verein sind fast komplett hier“, berichtet Jens Deitemeyer während die Kindertanzgruppe eine saubere Nummer auf der Bühne abliefert. Gleich danach werden alle auf die Bühne gebeten. Die Tänzerinnen nehmen die Kinder an die Hand und toben mit ihnen über die Tanzfläche. „Rundherum können die Kinder spielen, toben und basteln“, erklärt der Vereinsvorsitzende das Konzept.

„Schön, dass hier Matten zum Toben ausliegen“, sagt Juliane Jakobs, die mit ihrer Tochter Johanna und Mutter Christiane Jakobs gekommen war. Die halbe Kindergartengruppe sei da, so dass Johanna voll auf beschäftigt sei. „Es ist ein Ereignis für Krakow“, sagt Christiane Jakob, freut sich schon auf den Abend und schwärmt von den schönen Kostümen, in deren Anfertigung die Krakower stets große Mühe stecken. Dabei zu sein ist auch für Gabriele Kudra eine Selbstverständlichkeit. Die Freude am Karneval hätten wohl die Eltern vererbt. Schon das geheime Schneidern der Kostüme und Masken bereite viel, viel Spaß. „Immer wieder spannend ist dann die Entmaskierung“, fügt die Krakowerin hinzu. Das Erleben freudiger Stunden sind für Nadine Uterhardt ein unschlagbares Argument für den Karneval im Luftkurort. Tochter Ayleen (2) sei noch ein bisschen scheu, aber das werde noch ändern, ist sich die Krakowerin sicher. „Man trifft hier viele Bekannte, die man im Alltag kaum sieht“, sagt sie noch und verschwindet mit ihrer Tochter im Getümmel.

So selbstverständlich wie Kinderfasching, Umzug und Maskenball ist auch der Seniorenfasching. „Für die Menschen, die den Krakower Karneval aufgebaut und über viele Jahre entwickelt haben“, betont Jens Deitemeyer. Ihnen boten die Narren gestern ihr vollständigen Programm.

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